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Frage & Antwort Was sich durch die "neue" Kurzarbeit jetzt ändert

Ab 1. Oktober gelten neue Regeln für die Kurzarbeit. Was sich ändert, was bleibt und wie eine Arbeitsstiftung für 100.000 Menschen wirken soll.

Die Kurzarbeit wird in Österreich bald neu geregelt
Die Kurzarbeit wird in Österreich bald neu geregelt © DieIndustrie
 

1. Die Corona-Kurzarbeit wird verlängert. Warum eigentlich?
Einerseits, weil es nach wie vor viel Bedarf gibt: Österreichweit sind 474.000 Menschen in Kurzarbeit und 432.000 arbeitslos. Andererseits lassen Prognosen vermuten, dass im kommenden halben Jahr Auftragsrückgänge bei Unternehmen massiv spürbar werden. Bis 1. Oktober kann die aktuell gültige Kurzarbeitsregelung verlängert werden.

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tannenbaum
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Es

sollte schon penibel darauf geschaut werden, dass hier kein Schindluder betrieben wird! Eigentlich sollte nur die Tourismusbranche und unmittelbar damit zusammenhängende Betriebe in den Genuss dieser guten Aktion kommen. Es ist nicht einzusehen, dass man in KFZ Werkstätten noch immer lange auf einen Termin warten muss, weil ja Kurzarbeit ist. Das selbe gibt es auch bei anderen Handwerksbetrieben immer wieder zu hören.

Simunek
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Tannenbaum

Nein das sehe ich nicht so, dass NUR die Tourismusbranche dies Beanspruchen kann. Die Leute müssen nun mindestens zu 30% beschäftigt sein, also keine Absenkung mehr auf 10%. Die Höchstarbeitsrate beträgt nun 80% (früher max. 90%). Gleich bleibt die Nettoersatzrate also 80% bis 90% des Nettoentengeltes vor Kurzarbeit. Die unternehmen müssen nun ihre wirtschaftliche Betroffenheit darlegen. Dies soll durch einen Stb oder WP bestätigt werden. Dies heißt, eine Prognoserechnung muss her. Die MA müssen eine Weiterbildungsbereitschaft zeigen. wie diese aussehen muss, lasse ich dahingestellt. Gott sei Dank gibt keine Pflicht. In COVID-19 Zeiten wäre dies ja kontraproduktiv. Eine weitere Argumentation lautet: Wenn 4 MA ihr Arbeitszeit um jeweils 20% kürzen und deshalb eine 5. Person angestellt wird, wird den Beschäftigten vom AMS die Hälfte des Einkommensausfalles ersetzt. Welche Logik da dahintersteckt entzieht sich meinem Verständnis. Eines soll es nicht werden, ein Langzeitkurzarbeitsmodell. Ich erinnere wir haben derzeit rund 470 TS MA in Kurzarbeit. In Spitzenzeiten waren es 1,37 Mio. Die Sachlage ist aber so, dass in den Industriebetrieben die Krise jetzt erst so richtig ankommt. Deshalb dürfte die Kurzarbeit erst im Herbst 2020 so richtig anlaufen. Die Frage wieviel Arbeitsplätze wirklich gerettet werden können muss ich eher negativ beantworten. Das heißt, dass in einer großen Anzahl der Fälle die Kurzarbeit nichts bringt.