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Arbeiter zufriedenRosenbauer und Rewe testen Exoskelett

Ein Projekt der Uni Linz testet die Wirksamkeit von Außenskeletten in der Arbeitswelt. Das Ziel: Mitarbeiter länger gesund im Job halten.

Arbeiter von Rosenbauer sind mit dem Exoskelett zufrieden
Arbeiter von Rosenbauer sind mit dem Exoskelett zufrieden © APA/VERENA LEISS
 

Exoskelette könnten in Zukunft harte körperliche Arbeiten erleichtern. Im Rahmen eines Forschungsprojekts der Linzer Johannes Kepler Universität und der Technischen Universität Graz haben Mitarbeiter des oberösterreichischen Feuerwehrausstatters Rosenbauer und der Rewe-Gruppe das Hilfsmittel getestet - und man war zufrieden.

Bisher kamen Exoskelette vor allem als hoch entwickelte Hilfsmittel für Querschnittgelähmte und Behindertensportler oder in der Raumfahrt zum Einsatz, bald könnten sie aber auch in der Arbeitswelt eine Rolle spielen. Es gehe darum, Mitarbeiter länger und gesünder im Arbeitsprozess zu halten, betonte Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) bei der Präsentation im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag.

Exoskelett

Unter einem Exoskelett versteht man eine maschinelle Unterstützung des menschlichen Körpers.

Konkret gibt es eine Art Rucksack, der mit Armen und/oder Beinen verbunden ist. Über Motoren oder Hydraulik werden Hebe-Bewegungen unterstützt.

So können schwerere Lasten gehoben werden oder Menschen mit Querschnittslähmung unterstützt werden.

Im 2017 gestarteten Projekt "EnableMe 50+" wurden u.a. die Krankenstanddaten von rund 9.000 Arbeitnehmern anonymisiert ausgewertet. Fazit: Muskel- und Skeletterkrankungen steigen bei älteren Beschäftigten eklatant an. Ein Exoskelett entlastet bei Beuge- und Hebetätigkeiten und könne laut Studie das Risiko zur Entwicklung dieser Leiden für 62 Prozent der Arbeitsplätze auf ergonomisch unbedenklich Werte reduzieren, rechnete Tanja Spennlingwimmer vom Institut für Arbeitsforschung und Arbeitspolitik vor.

Das Projekt hat laut den beteiligten Forschern gezeigt, dass der flächendeckende Einsatz von Exoskeletten in der Industrie bundesweit rund zwei Millionen Krankenstandstage vermeiden und die Kosten für Unternehmen und den Staat um eine Milliarde Euro reduzieren könnte. Die Kosten für ein Exoskelett liegen - je nach Modell und Einsatzbereich - zwischen 500 und 6.000 Euro.

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