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BilanzskandalWirecard: Ex-Managern aus Österreich könnte U-Haft drohen

Suspendiertes Vorstandsmitglied Marsalek wurde nun offiziell "gefeuert". Ex-Chef Braun ging schon letzten Freitag.

Wirecard - Markus Braun
Wirecard - Markus Braun © APA/dpa/Lino Mirgeler
 

Der in einen Bilanzskandal verwickelte Konzern Wirecard hat den bereits suspendierten Vorstand Jan Marsalek gefeuert. Der Aufsichtsrat habe den österreichischen Manager "mit sofortiger Wirkung abberufen und seinen Anstellungsvertrag außerordentlich gekündigt", teilte Wirecard am Montag mit. Ihm und Ex-Chef Markus Braun könnte jetzt U-Haft drohen.

Marsalek war bereits seit vergangener Woche suspendiert, er war bis dahin für das operative Tagesgeschäft einschließlich Südostasien zuständig, wo die Affäre ihren Anfang nahm. Der ebenso aus Österreich stammende frühere Wirecard-Chef Braun war erst am vergangenen Freitag zurückgetreten.

In den Wirecard-Ermittlungen könnten Ex-Vorstandschef Braun und Masalek auch Untersuchungshaftbefehle drohen. Der Haftgrund könnte eine mögliche Fluchtgefahr sein - wegen der österreichischen Staatsangehörigkeit beider Beschuldigter.

Der Bilanzskandal spitzt sich unterdessen dramatisch zu. Die verschwundenen 1,9 Milliarden Euro existierten mit "überwiegender Wahrscheinlichkeit" nicht, räumte der deutsche Konzern ein.

Kommentare (2)

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Ka.Huber
1
23
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wegsperren.

die abgehobenen Typen runterholen auf den Boden der Häfn Realität.

untermBaum
1
34
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Völlig Unverständlich

daß bei einer derartigen Wertvernichtung, -85% oder -11Milliarden!!! Euro in 3 Tagen bei einem DAX! Unternehmen nicht längst der gesamte Vorstand in Handschellen ist. Diese Typen verdienten Millionen, haben ganz offensichtlich zumindest grob farlässig gehandelt wenn nicht Jahrelang gezielt betrogen und rennen noch immer frei herum!?
Wie viele Kleinanleger wurden um ihr Erspartes gebracht weil sie in ein vermeintlich seriöses hoch gelobtes Dax-Unternehmen investierten?! Schande!!