Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Abhängigkeiten reduzierenDie Glokalisierung als Antwort auf die Coronakrise

Corona zeigt die Anfälligkeit globaler Lieferketten und Abhängigkeit selbst bei Schlüsselindustrien. Wirtschaft, Forschung und Politik müssen umdenken Richtung Glokalisierung, mit Klimaschutz auf der Agenda ganz oben.

© 
 

Verknappung lebenswichtiger Medikamente und gehorteter Schutzkleidung, stillstehende Werke wegen gekappter Lieferketten, Abhängigkeit von Schlüsselindustrien durch Protektionismus von China bis USA. „Die Coronakrise zeigt, wie fragil unser globales Wirtschaftssystem derzeit ist. In den letzten Jahrzehnten haben wir alles auf Effizienz getrimmt. Insbesondere die internationalen Wertschöpfungsketten sind rein auf Kostenreduktion ausgerichtet und in Krisen daher besonders anfällig und fragil“, sagt der Osttiroler Vordenker René Schmidpeter, der vor der viel zitierten Rückkehr zur Normalität warnt: „Die aktuelle Krise zeigt die immer größer werdenden Risiken einer asymmetrischen globalen Entwicklung auf. In einer Welt, in welcher die Wirtschaft immer internationaler wird und die regionalen Unterschiede immer größer werden. Es ist daher irritierend, wie viel Energie wir derzeit vergeuden, um zu versuchen, nach der Krise wieder zum Alten zurückzukehren. Die alten Strukturen haben schon vor der Krise erhebliche Verschleißerscheinungen gezeigt und sind auch gar nicht mehr wieder herstellbar“, so der Wirtschaftsprofessor an der Cologne Business School. Daher gehe es jetzt „nicht mehr um die globale Verbreitung der alten Handlungsmuster, sondern um eine regional individuelle Strukturanpassung für eine neue nachhaltige Globalität“.

Kommentare (1)

Kommentieren
ichbindermeinung
2
7
Lesenswert?

dann die klimaschädlichen weit weg ausgelagerten Produktionen wieder heim holen

dann wird es Zeit, die wegen der Megagewinne weit weit weg ausgelagerten klimaschädl. arbeitsintensiven Produktionen wieder heim ins Land zu holen...z.B. Electrogeräte, Elektronik, Bekleidung, Schuhe, Tabletten, Arzneien usw. usw. damit Arbeitsplätze im Land entstehen und das Geld im Land bleibt. Schon längst hätte man nebenbei das regenwaldschädliche Palmöl und das klimaschädliche Mercosurabkommen für Österreich verbieten können, denn die heimischen Bauern können Butter/Öle als Ersatz liefern bzw. gibt es mehr als genug Rindfleisch im Land und überdies alle Plastikflaschen ein-/mehrweg und Bioplastikflaschen für Österreich verbieten, das wäre ein Quantensprung und anstatt nur mehr Glas einsetzen