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Vorschriften gelockertEZB will auch Ramschanleihen als Sicherheit akzeptieren

Die Vorschriften für Geldhäuser für Erhalt von Notenbank-Krediten werden erneut gelockert.

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GERMANY-FINANCE-HEALTH-VIRUS-PANDEMIC © (c) APA/AFP/DANIEL ROLAND (DANIEL ROLAND)
 

Die Europäische Zentralbank (EZB) bringt wegen der Virus-Krise weitere Stützungsmaßnahmen für Geldhäuser auf den Weg. Der EZB-Rat beschloss am Mittwochabend, die Vorschriften für Sicherheiten, die Geldhäuser für den Erhalt von Notenbank-Krediten stellen müssen, erneut zu lockern.

Für eine gewisse Zeit will die EZB nun auch Wertpapiere als Sicherheiten akzeptieren, die von den Ratingagenturen im Zuge der Virus-Krise auf Ramschstatus heruntergestuft werden, wie sie in Frankfurt mitteilte. Mit diesem Schritt will sie dafür sorgen, dass es im Zuge der Krise nicht zu einer Kreditklemme kommt.

Weitere Maßnahmen denkbar

Künftig solle das Kreditrating berücksichtigt werden, das bis zum 7. April gegolten habe, teilte die Notenbank mit. Sollten Titel zu dem Zeitpunkt die Mindestanforderungen erfüllt haben wollen die Währungshüter sie bei einer Herabstufung weiterhin akzeptieren, sofern das neue Rating im oberen Notenbereich des Ramschstatus liegt. Das Mindestrating soll dabei "BB" betragen. Die Notenbank erklärte zudem, sie werde nötigenfalls weitere Maßnahmen beschließen, um die Folgen von Ratingherabstufungen abzumildern.

Experten gehen davon aus, dass aufgrund des Konjunktureinbruchs Länder wie Italien und viele Unternehmen Gefahr laufen, ihr Investmentgrade-Rating bei Ratingagenturen zu verlieren. Damit würden entsprechende Schuldentitel normalerweise nicht mehr die Minimalanforderungen der EZB für Sicherheiten erfüllen. Mit der nun beschlossenen Aufweichung der Vorschriften will die Notenbank dafür sorgen, dass auch in der Krise ausreichend Sicherheiten verfügbar sind. Das ist aus Sicht der Euro-Wächter für Banken entscheidend, damit diese Firmen und Haushalte in den Krisenzeiten weiterhin mit Krediten versorgen können.

Wertpapierkäufe

Die EZB hatte bereits umfangreiche geldpolitische Hilfsmaßnahmen auf den Weg gebracht, um die wirtschaftlichen Folgen der Virus-Pandemie einzudämmen. Dazu gehören unter anderem Liquiditätsspritzen für Banken sowie zusätzliche Käufe von Staatsanleihen und anderen Anleihen bis zum Jahresende im Volumen von 750 Milliarden Euro. Damit addieren sich die für 2020 anvisierten Wertpapierkäufe auf rund 1,1 Billionen Euro. Die Notenbank hatte zudem bereits einige Regeln für Sicherheiten gelockert, die Geldhäuser für den Erhalt von Notenbank-Krediten einreichen müssen.

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