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MedienberichteAUA verhandelt über 800 Millionen Euro Staatshilfe für heuer

Alleine für das Jahr 2020 soll die AUA rund 800 Millionen Euro an Staatshilfe benötigen. Im Gegenzug bietet die Lufthansa eine Standortgarantie.

Symbolbild
Symbolbild © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Die AUA verhandelt um Staatshilfen. Es soll sich nicht "nur" um kolportierte 500 Mio. Euro handeln. Die ORF-ZiB berichtete unter Berufung auf Branchenkenner von 800 Mio. Euro - und das alleine heuer. "Es kann sich hier nur um eine grobe Schätzung handeln", sagte AUA-Sprecher Peter Thier. Wie viel Staatshilfe genau notwendig werden wird, hängt davon ab, wie lange die Flieger auf dem Boden bleiben.

An den Gesprächen nehmen die AUA-Mutter Lufthansa, der Staat, die Sozialpartner und die AUA teil, so Unternehmenssprecher Peter Thier am Mittwoch im Gespräch mit der APA. "Alle vier haben das gemeinsame Ziel, so viele Jobs wie möglich und das Drehkreuz Wien zu erhalten sowie die AUA wieder zum Fliegen zu bekommen", sagte Thier.

Zum Zeitplan sagte der Unternehmenssprecher, dass "gestern konkrete Gespräche gestartet" wurden. "Da wird jetzt nichts über das Knie gebrochen." Ergebnisse seien "nicht morgen oder übermorgen" zu erwarten. "Ich gehe davon aus, dass wir uns einige Wochen Zeit nehmen, um eine ordentliche Lösung zu erzielen."

Gelder aus dem Schutzschirm

Das Finanzministerium von Minister Gernot Blümel (ÖVP) verwies auf APA-Anfrage auf den gespannten 38 Milliarden Euro schweren Schutzschirm gegen Auswirkungen der Corona-Krise. "Die Instrumente stehen allen anspruchsberechtigten Unternehmen offen, natürlich auch der AUA." Erster Ansprechpartner sei die neu-gegründete COFAG - Covid-19 Finanzierungsagentur, die ein Volumen von 15 Mrd. Euro hat. Bei dieser können seit dem heutigen Mittwoch Anträge gestellt werden.

Aus dem Verkehrsministerium von Leonore Gewessler (Grüne) hieß es auf Anfrage knapp, dass "viele österreichische Betriebe derzeit Gespräche über Unterstützung aus dem COVID-Fonds führen. Diesbezüglich ist auch die AUA an das BMF herangetreten."

"Dass die Dauer der Krise die AUA und jede andere Airline belastet und dass es nicht ohne Hilfe gehen wird, ist wohl jedem klar", sagte Thier, der "nicht über Summen spekulieren" wollte. In Medien, zuletzt vom ORF, wurden Summen bis zu 800 Mio. kolportiert.

50 Prozent Einbruch

Die AUA prognostizierte gestern für den Sommer eine Nachfrage von 25 bis 50 Prozent verglichen zu vorigem Jahr. "Wenn hier von der Regierungsseite wie heute von der Tourismusministerin (Elisabeth Köstinger, ÖVP, Anm.) bekräftigt wird, dass die Österreicher heuer im Sommer gar nicht wegfliegen sollen, dann drückt das natürlich auf diese Prognose", sagte Thier. Freilich gelte es das Coronavirus zu bekämpfen und kein Risiko einzugehen. Konsequenz dieser Strategie sei aber auch, dass darunter der freie Personenverkehr und damit die Luftfahrt leide.

Bisher bekommt die AUA eine Kurzarbeitshilfe aus dem Corona-Hilfspaket. Es gehe für das Unternehmen aber nicht nur um das unmittelbare Decken der Personalkosten, so Thier. Es gehe dann auch um das Wiederhochfahren des Betriebs. Daher würden nun aus dem Hilfspaket weitere Maßnahmen beantragt. Ob eine längere Kurzarbeit notwendig werden könnte, als dies bisher nach den Corona-Krisenregeln möglich ist (zwei Mal drei Monate), sei offen, so Thier.

Bisher ist eine (Teil-)Verstaatlichung der AUA kein Thema, erfuhr die APA aus informierten Kreisen. Auch ein eigenes AUA-Paket ist demnach nicht geplant.

 

 

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MG1977
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Hypo

Lässt grüssen

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scaramango
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Hilfe ist OK ...

.... für 800 Millionen vom Staat Österreich gibt es ein entsprechendes Aktienpaket der Austrian ...

Es kann doch wohl nicht sein, dass Österreich mit österreichischem Steuergeldern einfach so einem deutschen Unternehmen aus der Patsche hilft!

Wirtschaft ist OK, aber gegen entsprechende Gegenleistung, wie in der Wirtschaft üblich!

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Frohsinnig
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Eine Taxifahrt zum Flughafen kostet mitunter mehr als ein Flug

Wo ist da die wirtschaftliche Vernunft? Wer mit umweltschädlichen spritfressenden Flugzeugen reisen will soll den angemessenen Preis zahlen und so die Lufthansa sanieren.

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Frohsinnig
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Kein österreichisches Geld für eine deutsche Fluglinie

Ich bin dafür dass österreichische Beschäftigte wie alle anderen auch von den Kurzarbeitshilfen profitieren. Dass aber die deutsche Fluglinie nachdem sie in den Bundesländern viele Jobs gestrichen hat Geld bekommt welches dann unseren Betrieben fehlt ist nicht in Ordnung.

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Nixalsverdruss
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Keine Hilfe für die AUA!

Das ist eine klare Bereinigung, die hier passiert!
Warum ausgerechnet mit Staatsgeld aus Österreich für eine Airline aus Deutschland - die beim nächsten Gegenwind geschlossen wird?
Ich hätte eine bessere Idee:
Wenn wir Österreichische Identität fördern wollen, dann unterstützen wir doch die Wiener Sängerknaben!
Mit der lächerlichen erscheinenden Summe von rd. 1 Mio. Euro wäre hier Kulturgut gerettet!
Außerdem: Wo sind die Multimilliardäre oder Millionäre die hier helfen könnten?

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Amadeus005
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Keine nationalen Gelder für Airlines

Gleich viel für jede Airline, die in der EU ist.
Beispielsweise 1 Cent pro Passagierkilometer in 2019. Das wären rund 200M€ für Austrian. Für Lufthansa wären das 1500M€.
Bei Flottenanpassung natürlich korrigiert.

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Robinhood
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Stop mit dem Wahnsinn

Die Fliegerei darf nie wieder so werden wie sie war. Allein die Aussage das es länger dauern wird bis die Fluggesellschaften wieder so sein werden wie vor der Krise zeigt, dass deren Manager den Wahnsinn fortsetzen wollen.
Wir haben nun die Chance dies einzudämmen. Es soll nie wieder so werden wie vorher.

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Mezgolits
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... dass deren Manager den Wahnsinn ...

... fortsetzen wollen. - Jawohl, das meine
ich auch + unsere türkisen Schädlinge.
Erfinder Stefan Mezgolits Draßburg

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hfg
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Einmal wurde der Staat

Von einer deutschen Bank gelinkt. Die Hypo wurde übernommen mit Milliarden Verlust eigentlich unnötig wie sich später herausstellte.
Jetzt soll wieder der Staat ein Defizit der Lufthansa, die ja Eigentümer der Aua ist übernehmen - wieder vermutlich Milliarden. Da soll man die Bremse ziehen und die AUA in Konkurs schicken. Das Viele Geld ist bei Klein und Mittelbetrieben besser investiert. Es gibt auch nach der Krise Fluggesellschaften die das besser machen. Den Verlust soll die Lufthansa übernehmen. Einen Toten kann man nicht reanimieren egal wieviel Geld man in die Hand nimmt.

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ernesto0815
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Was soll das ??

Von der AUA
gehören 49,8 % einer zwischengeschalteten Tochtergesellschaft der Lufthansa, und 50,2 % der Anteile einer von der LUFTHANSA
gegründeten österreichischen Privatstiftung die bei einem österreichischen Kern Aktionär liegen dieses Konstrukt ist nur eine Täuschung um die Bedingungen vieler einzelner Flugstrecken des internationalen Luftverkehrsabkommen zu entsprächen .
Was hat der Österreichische Staat damit zu Tun ???
die Millionen, unser Steuergeld das wir erst bezahlen müssen kann anderswo bei Kleinunternehmern besser investiert werden

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Patriot
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Das sind die wahren Großkopferten!

Immer groß aufsprechen, aber wenn's eng wird nach dem Geld der Steuerzahler/innen schreien.

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Robinhood
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Wahnsinn-Unsinn

Was soll das? Eine Beihilfe in der Größenordnung kann EU-Beihilfenrechtlich nicht erlaubt sein. Das sind bei 800Mio€ ca 115T€ pro Mitarbeiter.
Es gibt enorme Überkapazitäten am Flugmarkt. Da steht Austrian drauf und Deutsche Lufthansa ist drin.

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stadtkater
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Und die AUA-Hilfe soll jetzt was konkret sein?

Ein Kredit, eine staatliche Kreditgarantie oder eine Subvention (Schenkung)?

Bitte besser recherchieren!

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Mezgolits
1
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Die AU = ohne A = nur Austrian = ohne Airlines

Möchte wieder Steuergeld: Ich meine, - jawohl:
Jeden Tag, ein paar Millionen - selbstverständ-
lich ohne 50 % Mineralölsteuerabgabe + die 3.
Start- und Landebahn - auch noch dazu-
geschenkt. Erfinder Mezgolits Draßburg

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schadstoffarm
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Flughafen

Finanziert sich selbständig über Gebühren und ist eine AG.

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hfg
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Zuerst Kurzarbeit

Dann Millarden Stützung
und Kerosin steuerbefreit.
Bitte in den Konkurs schicken - das können andere auch oder vielleicht sogar besser. Wenn der Patient nicht mehr zu retten ist nützt es nicht auch wenn noch soviel gezahlt wird. Die Swiss gibt es auch nicht mehr. Weniger fliegen und wenn dann einfach Jause und Getränke mitnehmen.

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