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Kritik an UngleichstellungUnmut bei Händlern: Supermärkte verkaufen Non-Food-Produkte

Immer mehr Fachhändler kritisieren die Maßnahmen der Regierung. Während sie ihre Geschäfte schließen, verkaufen Supermärkte teils vergleichbarere Produkte, die keine Lebensmittel sind.

Blumen, Spielzeug, Kleidung: Viele Supermärkte haben mehr als Lebensmittel im Angebot
Blumen, Spielzeug, Kleidung: Viele Supermärkte haben mehr als Lebensmittel im Angebot © Fuchs
 

Großer Unmut herrscht teilweise im österreichischen Fachhandel wegen einer aus dessen Sicht Ungleichstellung durch die Coronavirus-Maßnahmen. So müssen alle Fachgeschäfte, die nicht zur kritischen Infrastruktur wie etwa der Lebensmittelhandel gehören, nun schon die zweite Woche ihre Geschäfte geschlossen halten. Supermärkte mussten aber ihr Sortiment nicht auf das Wesentliche einschränken.

Zum Beispiel können in großen Supermärkten nicht nur Lebensmittel, sondern auch ganz andere Produkte wie Pflanzen, Möbel, Elektrogeräte etc. abgesetzt werden. Der Fachhandel muss hingegen versuchen, sich mit Online-Absätzen halbwegs über Wasser zu halten. Mancher Großanbieter hat tatsächlich mit Abtrennungen sein Nebensortiment vom Verkauf ausgeschlossen, die Regel ist dies aber nicht.

Sensibles Thema

Handelsverbands-Geschäftsführer Rainer Will kennt die Problematik aus Hunderten Anrufen von allen Seiten. "Das ist eine sehr sensible Thematik. Dazu möchte ich einfach sagen, dass sich der Handelsverband, der alle Handelsunternehmer vertritt, gegenüber der Politik stets um eine Klarstellung diesbezüglich bemüht hat", meinte Will am Mittwoch im Gespräch mit der APA.

Alles in allem macht der Fachhandel schwere Zeiten durch. "Von den 43.000 Händlern, die es in Österreich gibt, sind ca. 40.000 von der Sperre oder dem Betretungsverbot aufgrund des Covid-19-Gesetzes betroffen. Auch gesunde Unternehmen galoppieren mittlerweile an den Rand der Insolvenz", erklärte Will.

 

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zafira5
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Ungleichstellung???

Mann hätte halt nur die Auflage machen müssen nur Artikel
des täglichen Gebrauch zu verkaufen und Verkauf von Non Food
Ware ist verboten.

Wer hat den geglaubt das sich unsere Regierung mit
REWE, SPAR, Hofer, Lidl
anlegt.

Da wird lieber ein Polizist bei Müller in Judenburg
für ihr schulpflichtiges Kind Hefte und Bleistifte kaufen wollte.

Zum Schluss noch eine Empfehlung an alle Gärtner und
Floristen in Österreich:

Wenn eine politische Organisation in Österreich wegen einer Feier
oder wegen eines Trauerfalls Blumenschmuck braucht verweisen
sie diese an die oben genannten Diskonter zur Auftragsvergabe,
die werden sicher eine wunderschöne Blumendekko,Blumensträuße, oder Kränze liefern können.

Aber so sieht eben die Gleichbehandlung in Österreich aus.

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unicorn13
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lösungen

hier wären Lösungen gefragt und kein sinnloses: ich brauch meine Schulhefte aber!

So bringt man den Einzelhandel halt leider um, das kann es doch einfach nicht sein: was berechtigt hofer Blumen, pflanzen etc zu verkaufen, verbietet einer gärtnerei aber das selbe Produkt zu verkaufen.

Natürlich "braucht" man Papier, oder bildet es sich zumindest ein, wenn es nämlich verboten wäre, würde man es auch nicht "brauchen" so einfach ist das!

Oder: die Geschäfte, die solche Dinge verkaufen müssen! einen Solidaritätsanteil an die Geschäfte zahlen, die es gerade nicht dürfen - sehr bürokratisch aber sinnvoll und korrekt?

ODER: einfach verbieten! ganz einfach, man braucht kein Papier zum Leben und es würde sehr viel Rechtsstreit verhindern, der wird nämlich garantiert kommen, weil so, wie die Regelung derzeit ist ist sei einfach diskriminierend!

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pietrok5
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Wir sollten froh sein

daß es in Supermärkten mehr als nur Lebensmittel gibt. Für Schüler und fürs Home Office brauchen viele Papier, Druckerpatronen etc. Im Notfall kriegt man auch einen Kühlschrank, oder eine Waschmaschine. Sonst müßte man sehr viel bei Amazon bestellen, weil leider viele österreichische online Händler einer größeren Nachfrage nicht gewachsen sind.

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AlexG11
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Nachfrage

Welche Konkrete mit Überforderung von Österreichischen Onlinehändler hast du denn? Bin gespannt !

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anonymus21
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naja

wenn mir aktuell der TV/das Smartphone etc. eingeht bin ich auch froh wenn ich zb. beim Interspar eben solches Gerät kaufen kann. Für mich ist das in heutigen Zeiten schon auch systemrelevant... =]

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Mama2903
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Onlineumstellung

"Mama der hat mir was weggenommen" wie die kleinen Kinder ,ich versteh schon das die anderen Händler ein Problem damit haben,aber es steht ja jedem frei momentan auf Onlinehandel umzustellen,mit Lieferservice,etc. denn die Ilusion braucht keiner zu haben das in 2 Wochen wieder alles so sein wird wie es vorher war.

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SagServus
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aber es steht ja jedem frei momentan auf Onlinehandel umzustellen,mit Lieferservice,etc.

Der Lieferservice bringt nur dort was, wo einem die Lieferzeit egal ist.

Wenn ihnen zu Hause das Druckerpapier oder die Druckerpatrone ausgehen und sie die fürs Home Office brauchen, was werdens dann machen?

Zum Spar fahren und dort kaufen oder beim Onlinehändler bestellen und 3 Tage und länger warten? Oder teuer mit Expressversand bestellen wenns in 5 Minuten gleich vor Ort kaufen könnten?

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Mama2903
4
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Richtig

Deshalb ja mein Satz" Mama der....."
Es ist ja gut das man bei Spar ,Hofer,Lidl, Müller etc.solche Dinge kaufen kann.

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ritus
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Es wäre gut...

...die Betriebssperren sofort zu evaluieren und nachzuschärfen. Die Ungleichheit ist tatsächlich existenzgefährdend unfair. Es war gleich nach Bekanntwerden der Betriebssperren klar, dass die großen Ketten jetzt eine Monopolstellung haben. Klar ist aber auch, dass eine Konzentration auf die Handelsketten Vorteile für die Beschränkung des Personenverkehrs bedeutet. Es macht einen Unterschied, ob ich alles Notwendige an einem Ort bekomme oder wie bisher, je nach Kaufgewohnheit, mehrere Geschäfte besuche, und dann auf einen Cafe usw. Für Garten- und Baumärkte gäbe es vermutlich auch eine brauchbare Regelung. Und für.... Aber dann kommt schnell wieder Bewegung in die Masse und lässt sich nicht mehr eindämmen. Alle sind jetzt schwer gefordert, und wer meint, dass die Politik jetzt auf Tauchstation ist, hat wohl null Ahnung, was dort jetzt zu tun ist, Beispiel Wirtschaft, Gesundheit, Zivilschutz, öffentliches Leben etc. Manchmal hab ich das Gefühl, ich sollte hier beim Lesen eine Schutzmaske tragen, um mich vor den vielen giftigen, polemischen Hasskommentaren zu schützen.

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RaraAvis
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Man soll eher froh sein, dass eben große Supermärkte

so manches Nonfood-Produkt verkaufen. Denn wenn es mal nciht mal mehr Batterien, Glühlampen, paar Hefte, Kugelschreiber oder sonstige ebenfalls Dinge des täglichen Bedarfs gibt, dann wird's problematisch. Ist zwar vieles online auch erhältlich, aber das können nciht alle und ist nicht imemr bei jedem kleinsten Produkt sinnvoll.

Also, die sollen aufhören zu raunzen.
Hoffen wir, dass nach Ostern wieder langsam hochgefahren werden kann - Friseure, kleine Betriebe, Geschäfte ...

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einmischer
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RaraAvis

MAN ist eh froh, aber die Händler halt nicht.
Auch die haben Vorleistungen getätigt, auch die haben laufende Kosten, auch die haben Personal, auch die haben Familie...….
Beim Blumenhändler verwelkt die letzte Grosslieferung - Hofer & Co. verkaufen. Blumen.
Werkzeughändler bleiben auf ihrem Gartenequipment sitzen - Hofer & Co. bedienen den Markt.
Man sollte immer versuchen , auch wenn es schwer fällt, beide Seiten zu betrachten.

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RaraAvis
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@einmischer

Ja, klar. Aber es klingt schon in die Richtung. "wir dürfen nicht, also lasst die Supermärkte diese Produkte auch nicht verkaufen!" - das wäre aber nicht gut, finde ich .

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einmischer
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RaraAvis

Passt eh Alles. Wollte nur drauf hinweisen, dass man auch die Anliegen und die Sicht der Non-Food-Fraktion berücksichtigen sollte.

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SagServus
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Aber es klingt schon in die Richtung. "wir dürfen nicht, also lasst die Supermärkte diese Produkte auch nicht verkaufen!"

Genau aus dem Grund habens eigenltich auch die Info, dass Universalgeschäfte keine "Non-Food" Produkte verkaufen sürfen, mit Tag 1 der Geschäftsschließungen ausgegeben.

Stand sogar hier in der Kleinen Zeitung.

Für Baumärkte galt ja auch von Anfang an, dass diese nur für Tierfutter aufsperren dürfen.

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RaraAvis
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Also hätten die alle gar kein Klopapier verkaufen dürfen!

oder wo beginnt und endet der dringende Bedarf im Nonfood?

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SagServus
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...

Klopapier fällt wohl unter Hygieneartikel und die waren von Anfang an erlaubt.

Sonst dürfte wohl auch der DM oder Bipa nicht aufsperren.

Natürlich gibts aber andere Dinge wo man diskutieren kann. Eben was ist mit Papier oder Druckertinte/Toner?

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Bergziege1
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Zu Spät

Traurig das man erst nach eineinhalb Wochen darauf kommt was da abgeht.
Unsere sogenannten Lebensmittelgeschäfte Hofer,Lidl usw.
verkaufen derzeit wahrscheinlich mehr Krimskrams als Lebensmittel.
Und so sind wieder einmal die großen die Gewinner.
Der Einzelhandel mit zwei drei Mitarbeiter muss zusperren und womöglich die Insolvenz anmelden während die anderen Geldschöpfen.
Ist nur zu hoffen das unsere Herren in Wien das bald auch so sehen.

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karher63
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Die Herren in Wien

Es gibt immer Verlierer und Gewinner,in Wien wird es so schon passen!!!!

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heinz31
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für mich unverständlich:

Eine, zu dieser Zeit sehr wichtige Einkaufsquelle sind die Baumärkte.
Bei jedem "Lebensmittelmarkt" dürfen die Kunden massenweise rein und sollten 1 m Abstand halten. Warum ist es nicht möglich, Baumärkte z.B. ein Kundenlimit zu geben. In etwa so, daß jeder Kunde so ca 25 - 30 m² zur Verfügung hat.
Sind genug drinnen, darf der Nächste erst rein, wenn einer rausgeht.
Die Menschen bräuchten dringend Material, denn JETZT haben sie die Zeit, zu renovieren etc. und bekommen keinen "Lagerkoller". Und der Umsatz wäre wieder da und nicht im Ausland vei der Amaone etc.

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Mein Graz
23
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@heinz31

Der Sinn der Ausgangsbeschränkungen ist, dass die Menschen NICHT raus gehen.
Und zu Beginn war noch Zeit einzukaufen, denn es war absehbar, dass diese Beschränkungen länger dauern.

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ritus
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Folgeschluss:

Sie waren demnach einer der vielen Hamsterkäufer, denn Sie haben sich mit allem, was nur irgendwie brauchbar sein könnte, für 4 Wochen eingedeckt und müssen gar nicht mehr vor die Tür. Stellt sich jetzt heraus, dass Hamsterkäufer cleverer waren?

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Mein Graz
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@ritus

Falsche Schlussfolgerung.
Ich habe gekauft, was ich für ca. 14 Tage benötige - nicht mehr und nicht weniger (außer Milch, da hatte ich tatsächlich zu wenig Frischmilch - da musste dann die vorsorglich immer zu Hause lagernde H-Milch herhalten).

Und aus welchem Grund sollte ich jetzt plötzlich das Haus renovieren wollen? Wenn es renovierungsbedürftig war hab ich auch dafür das Material zu Hause. Wenn es das vor 3 Wochen nicht war ist es jetzt auch nicht renovierungsbedürftig.

Für die Gartenarbeit hab ich sowieso zu Hause was ich jetzt brauche: Handschuhe, Rechen, Papier-Grünschnittsäcke, der Rasenmäher (der noch länger nicht im Einsatz ist) durfte nach dem Service schon vor längerer Zeit wieder nach Hause kommen, Baumschere, Leiter...

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SagServus
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Und zu Beginn war noch Zeit einzukaufen, denn es war absehbar, dass diese Beschränkungen länger dauern.

Also es war genau ein Tag wenn ich mich richtig zurück erinnere.

Am Donnerstag die bekanntgabe der Quarantäne von Tirol/Ischgl und das zurückschrauben der sozialen Kontakte bzw. dass die Firmen auf Home Office umstellen sollen.

Dass die Geschäfte mit Montag alle schließen kam erst irgendwann am Freitag.

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Mein Graz
4
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@SagServus

Stimmt, die Nachricht kam in der "Kleinen" am Freitag, dem 13. März 2020 um 15.40 Uhr, dass ab Montag die Baumärkte geschlossen haben.
Was bedeutet: für tatsächlich (nicht) Lebenserhaltendes hatte man am Freitag sowie den gesamten Samstag noch Zeit.

Wenn was so wichtig ist dass ich "ohne" nicht leben kann - hätt ich das zu diesem Zeitpunkt nicht schon gewusst?

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SagServus
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Wenn was so wichtig ist dass ich "ohne" nicht leben kann - hätt ich das zu diesem Zeitpunkt nicht schon gewusst?

Naja, falscher Ansatz in der Diskussion zum Thema "Baumärkte" offen halten damit die Leute renovieren können.

Natürlich ist das nichts lebensnotwendiges und natürlich ist die Schließung sinnvoll.

Ich find nur die Antwort lustig, dass man ja eh Freitag und Samstag noch genug Zeit hatte sich mit Material einzudecken wenn man renovieren hätte wollen.

Und zur Aussage "es war absehbar, dass das länder dauern wird" - Glaubens wirklich dass die Masse der Leute mitgedacht hat, dass das länger wie die zuerst angekündigte Woche dauert?
Es hat wohl auch seinen Grund wieso die Regierung bereits jetzt ankündigt, dass die Situation nach Ostern wohl der jetzigen weitaus näher sein wird als dem normal Zustand.

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Mein Graz
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@SagServus

Naja, entweder ist ein Haus renovierungsbedürftig - dann weiß ich das wahrscheinlich schon länger.
Oder es ist nicht renovierungsbedürftig, warum will ich dann dafür was einkaufen?

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