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Dramatischer AppellKastner&Öhler-Chef: "Wir liegen auf der Intensivstation"

Martin Wäg, Chef des Modehändlers Kastner&Öhler, richtet einen dramatischen Appell an die Bundesregierung, die nun unbürokratisch und vor allem schneller helfen müsse. 50 Prozent der Handelsunternehmen drohen insolvent zu werden. Kastner&Öhler verliere pro Woche fünf Millionen Euro Umsatz.

Martin Wäg
Martin Wäg © Juergen Fuchs
 

Seitens des Modehändlers Kastner&Öhler kommt nach zehn Tagen ohne Umsatz nun ein Hilferuf an die Regierung. "Der österreichische Handel steht kurz vor dem Kollaps", schreibt K&Ö-Chef Martin Wäg. "Nach zehn Tagen 0-Umsatz liegen wir jetzt auf der Intensivstation."

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miranda02
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Wie geht das?

Millionen Umsätze pro Woche aber keine Rücklagen um 4 Wochen zu überleben? Wo hauen sie die Gewinne hin? Ständig wird neu investiert... größer, besser, mehr, mehr, mehr und jetzt jammert Kastner nach 2 Wochen schon er kann nicht überleben.... zum Schämen echt

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...auf die Personalüberlasser vergessen...


...ja was nicht alles versprochen wird. Man hört immer nur Fremdenverkehr, Großkonzerne, Handel,.... Niemand hat sich überlegt, was mit den Personalüberlassungsfirmen ist. Der Beschäftigerbetrieb meldet Kurzarbeit an und der Überlasser "muss" mitziehen, sonst ist er draußen. Tja klingt einfach, ist es aber nicht. Der Beschäftiger zählt nur die tatsächlich geleisteten Stunden und der Überlasser muss den Rest vorfinanzieren und nach Monaten bekommt er mal was vom AMS. Super und woher soll der Überlasser das Geld nehmen für die Vorfinanzierung? Banken....Fehlanzeige! Die Großkonzerne..Magna & Co werden schon nicht im Regen stehen gelassen, da wird wieder von der Politik unterstützt, der Rest soll schauen wo er bleibt.....auf seinem Schuldenberg. Es wäre schön, wenn die Beschäftigerbetriebe die Überlasser nicht mit der Kurzarbeit "ausradieren" sondern entgegenkommen und unterstützen würden. Weil wenn man als Überlasser nicht mitzieht, dann braucht man zukünftig dort kein Personal mehr überlassen. Game over....du bist raus!!!! Ohne die Überlasser würden die nämlich auch ziemlich blöd schauen. Wenn es einem gut geht, dann zählt man auf die und wenn nicht stellen wir halt einfach das Personal zurück...was kratzt das die Großen.

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...auf die Personalüberlasser vergessen...


...ja was nicht alles versprochen wird. Man hört immer nur Fremdenverkehr, Großkonzerne, Handel,.... Niemand hat sich überlegt, was mit den Personalüberlassungsfirmen ist. Der Beschäftigerbetrieb meldet Kurzarbeit an und der Überlasser "muss" mitziehen, sonst ist er draußen. Tja klingt einfach, ist es aber nicht. Der Beschäftiger zählt nur die tatsächlich geleisteten Stunden und der Überlasser muss den Rest vorfinanzieren und nach Monaten bekommt er mal was vom AMS. Super und woher soll der Überlasser das Geld nehmen für die Vorfinanzierung? Banken....Fehlanzeige! Die Großkonzerne..Magna & Co werden schon nicht im Regen stehen gelassen, da wird wieder von der Politik unterstützt, der Rest soll schauen wo er bleibt.....auf seinem Schuldenberg. Es wäre schön, wenn die Beschäftigerbetriebe die Überlasser nicht mit der Kurzarbeit "ausradieren" sondern entgegenkommen und unterstützen würden. Weil wenn man als Überlasser nicht mitzieht, dann braucht man zukünftig dort kein Personal mehr überlassen. Game over....du bist raus!!!! Ohne die Überlasser würden die nämlich auch ziemlich blöd schauen. Wenn es einem gut geht, dann zählt man auf die und wenn nicht stellen wir halt einfach das Personal zurück...was kratzt das die Großen.

Lamax2
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Lehre aus der Krise

Es wäre den Grazern zu wünschen, dass K&Ö die richtigen Lehren aus dieser Krise zieht. Es ist ein vergoldeter Einkaufstempel für die Society mit genug Geld geworden- es müsste wieder ein Geschäft für alle werden. Das Gejammere geht mir auf die Nerven. Hätten sie Rücklagen angelegt.

money240
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Keine Rücklagen - Keine Bank die Kastner & Öhler stützt??

Ja, es ist schlimm, dass die Geschäfte zusperren mussten. Die Zahlungen laufen weiter und die MitarbeiterInnen wollen bezahlt werden. Schlecht ist, dass jetzt der 31.03. mit den Lohnzahlungen kommt. Mit der Haftungsgarantie des Bundes müsste es ja eine Bank geben die Kastner & Öhler stützt. Die Banken haben genug Geld, aber zu wenig Sicherheiten um Kredite zu vergeben. Es muss den Unternehmern auch wieder ermöglicht werden Rücklagen zu schaffen, um solche Krisen zu überstehen.
Ich wünsche alles Gute und hoffe auf eine baldiges Ende der Krise.
Bleiben wir gesund!

kropfrob
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Richtig müsste es heießen:

"Es müssen die Unternehmern auch wieder gezwungen werden, Rücklagen zu schaffen, um solche Krisen zu überstehen." Niemand hat es ihnen bisher verboten oder unmöglich gemacht.

hatip78
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Kastner Dach

Wann stellt der Kastner den eigentlich mal sein Dach fertig. Damit wird die Stadt Graz seit mitlerweile 10 Jahren vertröstet.

diss
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Der soll zuerst

endlich sein Dach streichen.

47er
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Habe es irgendwie geahnt, die gierigen Geier wollen ohne Rücksicht wie bisher weiterleben.

Auch viele Tourismusbetriebe werden den entgangenen Umsatz reklamieren, obwohl etliche an der schnellen Verbreitung mitentscheident waren.

ZukunftDankDir
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Vom Gesetzgeber geduldeter unlauterer Wettbewerb durch Handelsketten?

Zitat "Erst vor kurzem hat das Handelshaus Lieferungen mit Osterware angenommen." - Kastner darf nicht verkaufen.
Die großen Lebensmittelketten (Vollsortimenter) verkaufen was das Zeug hergibt das gesamte Sortiment - nicht nur Lebensmittel, Tiernahrung und Sanitärartikel - ja inkl. Osterware, Kleidung, Spielzeug etc.
Der stationäre Handel wird gesetzlich geschlossen - zur Gesundheit unser aller - und die Lebensmittelketten dürfen entgegen der gesetzlichen Beschränkung
weiterhin OHNE Konsequenz alles verkaufen. ABER wehe es legt eine kleine Buchhandlung ein Buch zur Selbstabholung vor die Tür - dann gibt es mit Sicherheit eine Anzeige mit Strafe.
Will man mit aller Gewalt nur mehr Großbetriebe??
Ist selbst ein Kastner zu klein und wird vorsätzlich ruiniert??
Lieber Gesetzgeber wo sind deine Augen und Ohren?

checker43
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Der Unterschied

ist, dass im Supermarkt sowieso Kunden und Angestellte drin sind und vorwiegend Lebensmittel gekauft werden. Geschäfte, die nur Osterware, Kleidung und Spielzeug verkaufen, muss und soll man in diesen Zeiten nicht aufsperren, weil das die Ausbreitung des Virus nur wieder nach oben schießen lassen würde.

menatwork
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vorschlag mietverzicht

wie wärs, wenn die ebenfalls den selben eignern zuzuordnende immogesmbh für die dauer der schließung auf die mieteinnahmen verzichten würde?
das würde ganz sicher etwas luft verschaffen....

altbayer
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Kastner & Öhler

Ich bin kein Kastner Kunde, aber ohne die Innovationen und Investitionen (Tiefgarage) von Kastner & Öhler wäre die Grazer Innenstadt zu Sterben verurteilt.

Mein Kastner ist der Kastner der 1970er mit dem gelben Löwensackerl und der Spielwarenabteilung im 4.Stock. Am ersten Schultag wurden die Schulsachen immer beim Kastner gekauft (wer kann sich noch daran erinnern?)
Meine Oma hat fast alles beim Kastner gekauft - aber das war aber ein anderer Kastner.

plolin
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Altbayer

Ganz genau. Und das Buffet im 2. Stock. Da gab es immer leckere Brötchen. Das waren noch Zeiten. Und gelegentlich waren wir auch bei Quelle einkaufen.
Gute, alte Zeit.

checker43
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Wenn

es vor allem der Innenstadt nützt, müssten die anderen Innenstadtkaufleute mit Finanzhilfe einspringen.

Also so wichtig der K&Ö sein mag, 5 Mio pro Woche bei 1.600 Mitarbeitern sind 3.125 Euro pro Mitarbeiter und Woche. Wenn das einem EPU oder sonstigem Kleinbetrieb auch pro Mitarbeiter vom Staat gezahlt wird ... Ich denke, da kommt dem Staat das Arbeitslosengeld für die Mitarbeiter deutlich günstiger, sofern es nicht sowieso nach einer Insolvenz weitergeführt wird.

Landmarkt1
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(Ober) checker bzw, quasi Experte also...

5 Mio UMSATZ pro Woche ist nicht gleich 5 Mio GEWINN pro Woche. Im Textilhandel kannst nach Abzug aller Kosten etc. von einem Gewinn Von vielleicht 1% vom Umsatz ausgehen. (Ich hab mir die Bilanz vom Kastner aber jetzt nicht angeschaut).
Dann bleiben pro Woche bei 1.800 MA (nicht 1.600) mal satte € 27.— pro Mitarbeiter bzw. Im Monat = 4,33 Wochen ganze € 120.— pro MA. Und der Unternehmer trägt das volle Risiko, verschuldet sich über beide Ohren um zu investieren, einen Standort bereit zu stellen, Mitarbeitenden Arbeit zu bieten, Nahversorgung zu ermöglichen, usw.

€ 120.— zu deinen € 3.125.— Fantasiezahlen -> da schaut die Rechung doch gleich ganz anders aus, oder.

Wobei der Wäg nie gesagt hat, dass er Umsatz oder Gewinn ersetzt haben will, sondern er hätte gerne die Übernahme von Haftungen für seine Kredite, die auf Grund der behördlich angeordneten Schließung ins Astronomische steigen, wenn er keinen Umsatz machen kann, die Kosten aber gravierend weiter da sind und die Ware (Millionenbeträge!!) vermodert. Und im Sommer falls vielleicht doch mal ein wenig aufgesperrt wird, diese Ware keine mehr haben will, weil sie nicht mehr in die Saison passt. Bezahlt hat er sie aber schon an seine Lieferanten, die gehört demnach ihm. Auch wenn er vielleicht Millionen abschreiben muss.

checker43
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Landmarkt

Ich sagte nirgendwo, dass die Mio der Gewinn wären. Und ich vermute, Herr Wäg will auch keinen Kredit, der dem Gewinn enstpricht sondern dem entgangenen Umsatz.

Und eine staatliche Haftung über wöchentliche 5 Mio Euro-Kredite kommt auf das selbe raus wie eine Direktüberweisung durch den Staat, weil der Kredit durch das hinfällige Ostergeschäft (wie Sie selber schreiben) kaum zurückgezahlt werden kann.

Die Frage ist, ob eine Besicherung des Kredits mit dem liquiden und illiquiden Vermögen der Eigentümergesellschaften oder dem Privatvermögen der Eigentümer die Banken zur Kreditvergabe bewegen könnten.

menatwork
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Verluste sozialisieren - Gewinne privatisieren.

Ein Unternehmen dieser Größe hat eben ein hohes Risiko, entsprechend höher sind auch die Gewinne, wenn es läuft.
Aber nach einer Woche rufen sie bereits nach dem Kommunismus, denn eines ist ja jetzt schon klar: Diese Staatsausgaben werden wir alle (mit der Betonung auf alle) noch zu tragen haben, während es bei K&Ö bereits wieder brummt und solide Gewinne anfallen.

Ludolf
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Hat

... der kein Familie ? wie weit denkt dieser an das gesamte Umfeld - an mitarbeiter - an kunden ? keinen Umsatz - stimmt nicht - online läufts gut ! lebt dieser von Bonifikation - I . . . r - armer Mensch !!!

sugarless
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Häme

Und wieviele Arbeitsplätze und damit Schicksale an so einem Unternehmen hängen denken die Verfasser solcher gehässigen Kommentare offenbar nicht. Vielleicht selber pragmatisert?

stprei
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Handel

Wenn der Handel nicht einmal 10 Tage ohne Umsatz leben kann und keine Rücklagen hat, ist es für das Unternehmen ohnehin schon zu spät. Mit Helikoptergeld wird man nicht viel erreichen. Gerade beim großen Unternehmen und Ketten sollte schon mehr Reserve vorhanden sein.

vome1968
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Unternehmen - Lebewesen

Unternehmen können mit Lebewesen verglichen werden - wenn keinen Nahrung und Flüssigkeit zugeführt wird, stirbt der Organismus!
Umsatz ist der Zuführung von Wasser und Nahrung gleichzusetzen - vielleicht jetzt verständlicher?

Smusmu
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Im Prinzip stimmt’s.

Aufs Körberlgeld sind jetzt alle geil. Eine super Ausrede gibts auch dazu.
Möchte nicht mit dem Finger zeigen oder gar neidisch sein, aber: Ich kenn so manchen Unternehmer, letze Woche, Montag, Leute rausgehaut ( einvernehmlich? ) und selber ein Auto um 150.000,- eine Villa und und und. Das es hier keine Rücklagen gibt um seine Mitarbeiter wenigstens einen Monat durchzubringen, könnt’s wen anders erzählen. So mancher zeigt jetzt seinen wahren Charakter!
Für die Schreier: Bin selbst Unternehmer, hab 2 Mitarbeiter und 2 Lehrlinge.

peter80
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Wieso nicht kurzarbeit??

Mir nicht klar warum K&Ö das nicht auch so wie lutz z. B. Macht.

altbayer
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Kurzarbeit

Es gibt Kurzarbeit, nur müssen die Löhne vom Unternehmen vorfinanziert werden (wahrscheinlich 3 Monate), bevor es vom Staat Geld gibt.

menatwork
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wir lernen daraus...

dass kapitalgeschäfte auf pump auf kurzen beinen stehen und das versprochene stadtbildschonende kupferdach auf dem hässlichen dachausbau nie gebaut werden wird, weil diese vorzeigefirma offenbar total klamm ist.

es bestünde sehr wohl die möglichkeit, dass die anteilseigner aus den entnahmen der vergangenen jahre nachschiessen, aber da ruft man zuerst lieber nach staatshilfe.

 
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