Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

GrazHotelbetreiber Marko schickte Mitarbeiter in Kurzarbeit

Die Mitarbeiter der vier Hotels von Helmut Marko behalten ihre Jobs, obwohl die Betriebe geschlossen sind. Sie werden in Kurzarbeit geschickt.

Helmut Marko
Helmut Marko © Ballguide
 

Ex-Rennfahrer Helmut Marko hat die Beschäftigten seiner Hotels in Graz zur Kurzarbeit angemeldet. "Wir haben alle vier Betriebe geschlossen und auf Kurzarbeit umgestellt", sagte der Steirer der APA. Die Anträge seien bereits in der Vorwoche, direkt nach Verhängung der Ausgangsbeschränkungen, gestellt worden. Die Maßnahmen der Regierung sieht der Red-Bull-Motorsportberater prinzipiell kritisch.

"Ich bin leicht verwundert, was die Leute alles auf sich nehmen und wie sie das alles gelassen hinnehmen", meinte Marko über die weitreichenden Eingriffe ins Privat- und Wirtschaftsleben, die zum Ziel haben, die weitere Ausbreitung der Ansteckungen mit dem Coronavirus einzudämmen. "Das ist nicht ganz verständlich. Man muss das einfach volkswirtschaftlich betrachten", sagte der Unternehmer und verwies damit auf die ökonomischen Folgekosten des Stillstands.

Ausweichquartiere

Seine nun leeren Hotels als Ausweichquartiere anzubieten, falls bei einer Verschlimmerung der Lage im Gesundheitsbereich Ersatzkapazitäten benötigt werden, könne sich Marko zwar vorstellen, im Moment gebe es jedoch keinen Bedarf. "Das haben wir noch nicht in Erwägung gezogen, aber wir sind auf Stand-by", erklärte der 76-Jährige, der zur Risikogruppe der älteren Personen zählt. Neben der Büroarbeit verbringt Marko derzeit viel Zeit in der Natur. "Ich lebe mein strukturiertes Leben", sagte er.

Stillstand herrscht aktuell auch in der Formel 1, in der Marko die Geschicke der beiden Rennställe Red Bull Racing und AlphaTauri maßgeblich mitbestimmt. "Derzeit gibt es nichts zu sagen. Man muss abwarten", meinte er nur. Vor ein paar Tagen hatte Marko in Interviews noch gemeint, dass der Österreich-Grand-Prix am 5. Juli in Spielberg "sich ausgehen" müsse und alle Marketing-Planungen von Red-Bull-Seite dafür aufrecht blieben.

Bleibt es beim jetzigen Stand, ist das Österreich-Rennen der dritte WM-Lauf in diesem Jahr nach Montreal/Kanada (14. Juni) und Le Castellet/Frankreich (28. Juni). Die am Dienstag kommunizierte Entscheidung, die Olympischen Sommerspiele in Tokio auf das Jahr 2021 zu verschieben, haben die Fragezeichen aber noch zahlreicher werden lassen, die hinter dieser Saison stehen. Wann und ob es in den nächsten Monaten überhaupt gelingen kann, in der Welt des internationalen Sports zur Normalität zurückzukehren, ist ungewisser denn je.

 

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

ronin1234
4
1
Lesenswert?

Reaktion

Ein Vorzeigehotelier und Gastronom der es versteht seine Mitarbeiter in Zeiten großer Fluktuation in der Branche in seinem Betrieb zu halten.

865d326e32891b37299d10a8fb64def2
3
4
Lesenswert?

Ich ziehe vor Dr. Helmut Marko als Arbeitgeber dem Hut

Ich ziehe vor Dr. Helmut Marko als Arbeitgeber dem Hut denn er zeigt Verantwortung seinen Arbeitnehmern gegenüber. Das Gegenteil ist die ÖVP-Hotellerie, Apres-Ski Bars in Tirol die liesen es noch in ihrer Geldgier bis 15. März krachen, die Rücktritte von Platter, Tilg u. Hörl ÖVP sind alternativlos oder bekommen die jetzt auch eine ÖVP-Gratisinfo vom ÖVP-Ober-Justizler Pilnacek, … ja, na dann Bravo gesegneter Hr. BK