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Dividende erhöhtBawag: Aktionäre profitieren vom Gewinn-Plus

Nach einem Rekordjahr will die Bawag die Dividende auf 2,61 Euro je Aktie erhöhen.

Die Zentrale der Bawag-Gruppe
Die Zentrale der Bawag-Gruppe © APA/ROLAND SCHLAGER
 

Die BAWAG hat 2019 nach vorläufigen Zahlen kräftig zugelegt und einen Rekordgewinn erzielt. Vor Steuern legte der Überschuss um sechs Prozent auf 604 Millionen Euro zu, womit das ausgegebene Jahresziel von mindestens 600 Millionen Euro punktgenau erreicht wurde. Der Nettogewinn stieg um fünf Prozent auf 459 Millionen Euro.

Daher plant die seit Oktober 2017 in Wien börsennotierte Bank für 2019 eine Dividende von 2,61 Euro je Aktie - um 20 Prozent mehr als für 2018. Nach dem Aktienrückkauf des vierten Quartals 2019 in der Höhe von 400 Millionen Euro (rund 11 Prozent des damals im Umlauf befindlichen Aktienkapitals der BAWAG Group AG, der Holdinggesellschaft der BAWAG P.S.K) und unter Berücksichtigung der geplanten Dividendenausschüttung von 230 Millionen Euro ist die Kernkapitalquote (CET1 fully loaded) von 14,5 auf 13,3 Prozent gefallen.

Seit dem Börsengang im Oktober 2017 hat die BAWAG Group mehr als 900 Millionen Euro Kapital an ihre Aktionäre ausgeschüttet bzw. dafür vorgesorgt. Alleine 2019 wurden 615 Millionen Euro an die Aktionäre ausgezahlt,(400 Millionen Euro Aktienrückkauf plus 215 Millionen Euro Dividende), was einer Ausschüttungsquote von 140 Prozent entspricht.

Weiteres Wachstum

Der gestiegene Gewinn 2019 wird von der Bank "hauptsächlich auf höhere operative Erträge und diszipliniertes Kostenmanagement" zurückgeführt. 2020 soll es ein weiteres Wachstum geben, wobei die Strategie unverändert "das Wachstum in den entwickelten Märkten mit Österreich als Kernmarkt" sein soll. Der Jahresüberschuss vor Steuern soll heuer auf über 640 Millionen Euro steigen, der Nettogewinn auf über 480 Millionen Euro. Der Anteil der Kosten an den Einnahmen (Cost/Income Ratio) soll von zuletzt 42,7 Prozent auf unter 40 Prozent fallen. Das Kernkapital soll bei 13 Prozent zu liegen kommen. Darüber hinausgehendes Kapital soll, wenn es nicht "organisch eingesetzt werden kann oder keine M&A-Transaktion bevorsteht", über Aktienrückkäufe oder Sonderdividenden ausgeschüttet werden. "Wir freuen uns auf die Zukunft und sind überzeugt davon, dass wir die Ziele für 2020 erreichen werden", sagte CEO Anas Abuzaakouk laut Aussendung.

Die Bank hat 70 Prozent ihrer Kredite in den deutschsprachigen Ländern (DACH) vergeben, den Rest in Westeuropa und den USA. Der Anteil der faulen Kredite (NPL) liegt bei 1,7 Prozent, ohne den Sonderfall des gerichtsanhängigen Swap-Deals mit der Stadt Linz sogar nur bei 1,2 Prozent. In Österreich hat die Bank 2,4 Millionen Kunden und 88 Filialen.

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