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CES in Las VegasSamsung lässt digitale Avatare "menscheln" und setzt auf kuriosen Roboterball

Spektakulär, gespenstisch oder gruselig? Samsung zeigt auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas Technologien für digitale Avatare und den Roboterball "Ballie" als ständigen Begleiter.

Samsungs Roboterball "Ballie" im Einsatz
Samsungs Roboterball "Ballie" im Einsatz © AP
 

Samsung will digitale Avatare dank künstlicher Intelligenz (KI) künftig menschlicher wirken lassen. Die KI-Tochter Star Labs des südkoreanischen Technologieriesen stellte auf der Technikmesse CES in Las Vegas am Dienstag ihr Projekt Neon vor: Computeranimierte Geschöpfe, die bisher etwa in Computerspielen, Filmsequenzen oder in Apps häufig noch künstlich und steif wirken, sollen "echt" werden.

Der im US-Bundesstaat Kalifornien ansässigen Samsung-Tochter zufolge basiert die neue Technik auf Fortschritten bei der Entwicklung intelligenter Algorithmen, künstlicher neuronaler Netzwerke und der Computerberechnung von Modellen. Die "Neons" genannten Avatare sollen demnach künftig etwa als TV-Nachrichtenmoderator, als Sprecher von Unternehmen und Behörden oder als Schauspieler eingesetzt werden - oder auch als "Gefährten und Freunde".

Start der CES in Las Vegas: Consumer Electronics Show

Die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas gibt alljährlich Anfang Jänner einen Einblick in die Technik-Höhepunkte des neuen Jahres.

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Neue Smartphones, der Mobilfunkstandard 5G, Elektro-SUV sowie TV-Geräte, Spielekonsolen und smarte Anwendungen für Computer-Uhren stehen in Las Vegas im Fokus.

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Erwartet werden in diesem Jahr 4500 Aussteller und 175.000 Besucher. Die CES gilt als Schaufenster in das neue Technik-Jahr.

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Die CES gilt als Schaufenster in das neue Technik-Jahr.

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"Neons werden unsere Freunde sein, unsere Mitarbeiter und Begleiter", sagt Star Labs-Chef Pranav Mistry. Dabei könnten sie "kontinuierlich dazulernen" und aus ihren Interaktionen eigene Erinnerungen entwickeln. Dem Unternehmen zufolge sollen die Avatare so lebensecht wirken, dass sie beim Anblick kaum von Menschen aus Fleisch und Blut zu unterscheiden sind und mit einer Latenz von wenigen Millisekunden reagieren.

Die Ankündigung von Samsung fällt zusammen mit wachsenden Befürchtungen vor sogenannten Deepfakes im Internet - also Videos, die täuschend echt aussehen, aber tatsächlich mittels KI zu Manipulationszwecken verfälscht oder geschaffen wurden.

Die von Samsung vorgestellte Entwicklung habe potenziell "große Auswirkungen" auf viele Bereiche - vom Kundenservice über Beratungsstellen bis hin zum Unterhaltungsbereich, glaubt Analyst Jack Gold. Die Technik berge allerdings auch die Möglichkeit, um menschliche Interaktionen "für schlechte oder illegale Absichten zu fälschen", gibt er zu bedenken.

Neons werden unsere Freunde sein, unsere Mitarbeiter und Begleiter

Star Labs-Chef Pranav Mistry

Avi Greengart von Techsponential hält die Avatare sowohl für realistisch als auch für "gruselig", wie er sagt. "Wenn man beiseitelässt, wie beeindruckend die Technologie ist, wird Neon auf eine Art und Weise benutzt, die die Leute mögen, die sie tolerieren oder sogar aktiv hassen?", fragt er.

Bei der CES in Las Vegas stellen derzeit zahlreiche Hersteller ihre Neuheiten vor. Samsung präsentierte auch einen Roboterball names "Ballie", der seinen Besitzer daheim auf Schritt und Tritt als Assistent begleiten und zugleich Schnittstelle für die Bedienung von Smart-Home-Geräten sein soll.

E-Auto von Sony: Premiere auf der CES in Las Vegas

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