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Zu hohe RisikenNach Adria-Pleite: Keine neue staatliche Airline in Slowenien

Slowenien wird nach der Pleite der Fluggesellschaft Adria Airways wohl keine neue staatliche Airline bekommen.

© APA/AFP/Jure Makovec
 

Die Gründung sei derzeit "weniger wahrscheinlich", sagte Premier Marjan Sarec vergangene Woche laut Medienberichten. Die finanziellen Risiken seien laut dem Regierungschef zu hoch.

Stattdessen werden Lösungen gesucht, um bessere Verbindungen zwischen der Hauptstadt Ljubljana und den wichtigsten europäischen Hubs zu garantieren. Damit wurde die staatliche "Bad Bank" beauftragt, die laut ihrem Chef Matej Pirc mit "regionalen Fluggesellschaften" in Gesprächen steht, die Frequenzen an den wichtigsten Routen zu erhöhen. Wie Pirc zur slowenischen Nachrichtenagentur STA erklärte, würden bis zu drei Fluglinien, deren Namen er nicht enthüllte, zusätzliche Flüge ausführen, wozu sie staatliche Subventionen bekommen würden.

Nach dem Konkurs von Adria Airways Ende September hat die deutsche Lufthansa zusammen mit ihren Tochtergesellschaften schnell die entstandene Lücke bei den Flügen nach Frankfurt, München, Zürich und Brüssel gefüllt. Diese Städte gelten als wichtigste Hubs für slowenische Geschäftsleute und für den Tourismus. Allerdings gibt es Beschwerden über ungünstige Flugzeiten - insbesondere werden Morgenflüge nach Brüssel vermisst, die sehr oft von slowenischen Beamten bei Terminen in EU-Institutionen genützt wurden.

Konkursverfahren läuft

Ursprünglich überlegte die Regierung eine neue nationale Fluglinie zu gründen. Allerdings wurde laut Pirc errechnet, dass sie einen jährlichen Verlust von rund 8 Millionen Euro machen würde. Mit den Subventionen würde man das gleiche Ziel erreichen, nämlich bessere Verbindungen mit europäischen Flughäfen, jedoch mit einer besseren Kostenkontrolle, so der Chef der staatlichen Abwicklungsgesellschaft DUTB. Er räumte ein, dass die Sache mit den Subventionen "nicht so einfach" sei. Es wird damit gerechnet, dass Anfang kommenden Jahres alle diesbezügliche Fragen geklärt werden.

Für Adria Airways, die dem deutschen Investmentfonds 4K Invest gehört, läuft unterdessen das Konkursverfahren. Medienberichten zufolge wird Mitte Jänner eine Auktion erwartet, bei der Adrias Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) zum Verkauf stehen soll. Die Zeugnisse sind Berichten zufolge eigentlich auch das einzig wesentliche Vermögen der Airline, die schon vor Jahren ihre Flugzeugflotte verkauft hatte und mit gemieteten Flugzeugen geflogen war.

Kommentare (2)
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VH7F
0
7
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Schade

Adria hatte ein paar interessante Direktflüge in Europa.

georgXV
1
7
Lesenswert?

???

und LEIDER auch hier schon wieder ein Geschrei nach staatlichen Subventionen ...