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38 Prozent VW-Skandal drückte Verkauf von Dieselautos heuer auf Rekordtief

Der Anteil der Diesel-Pkw bei Neuzulassungen ist in Österreich zwischen Jänner und Oktober auf 38,2 Prozent gesunken. 2015 lag er noch bei 58,3 Prozent.

Volkswagen trickste bei den Emissionswerten
Volkswagen trickste bei den Emissionswerten © APA
 

Der VW-Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen bremst den Verkauf von Dieselautos seit vier Jahren massiv ein. Heuer in den ersten zehn Monaten sank der Anteil von Diesel-Pkw an den Neuzulassungen in Österreich auf 38,2 Prozent und damit auf den seither niedrigsten Wert. Im Gesamtjahr 2015 lag der Anteil noch bei 58,3 Prozent, wie der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) bekanntgab.

Zwischen Jänner und Oktober wurden in Österreich heuer 108.149 Dieselautos verkauft - das waren um 13,5 Prozent oder 14.611 Pkw weniger als im Vorjahreszeitraum. "Vier Jahre nach Bekanntwerden des Dieselskandals ist der Dieselboom nun endgültig vorbei", vermerkte VCÖ-Experte Markus Gansterer.

Noch deutlich niedriger als jetzt war der Anteil der Dieselautos allerdings im Jahr 1990 mit 25,7 Prozent, 1993 betrug er 31,6 Prozent. Der Höchststand wurde 2003 mit einem Diesel-Anteil von 71,5 Prozent erreicht.

Hoher Dieselanteil bei großen Fahrzeugen

Die private Nachfrage nach Dieselautos ist mittlerweile - mit einem Anteil von aktuell 30 Prozent an den Neuwagenverkäufen - mäßig. Österreichweit werden sieben von zehn neuen Diesel-Pkw auf Firmen oder andere juristische Personen zugelassen, in Wien liegt der Anteil sogar bei 86 Prozent.

Am niedrigsten ist der Dieselanteil an den Pkw-Neuzulassungen nach Bundesländern betrachtet im Burgenland (34,9 Prozent), knapp gefolgt von Kärnten (35,9 Prozent) und Vorarlberg (36,2 Prozent). Über dem österreichweiten Durchschnitt von rund 38 Prozent liegen derzeit Tirol (41,5 Prozent), Salzburg (40,4 Prozent) und Wien (39,4 Prozent).

Extrem hoch ist der Dieselanteil nur noch bei den großen Fahrzeugmodellen: 70 Prozent der SUV tanken laut VCÖ Diesel - bei den Kleinwagen sind es nur noch 5 Prozent.

Verkehrsclub für Abschaffung des Steuerprivilegs

Im September 2015 war aufgeflogen, dass VW weltweit bis zu elf Millionen Diesel-Fahrzeuge mit einem Computerprogramm ausgestattet hat, mit dem Abgaswerte bei Tests manipuliert werden können. Europaweit rief Volkswagen deshalb 8,5 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten. In den USA kam es zu milliardenschweren Gerichtsklagen.

"Dass der Kauf von großen SUV auch noch durch die Steuerbegünstigung von Dieseltreibstoff unterstützt wird, ist weder aus ökologischer noch aus sozialer Sicht nachvollziehbar", kritisiert Gansterer. Die Mineralölsteuer auf Diesel sei um 8,5 Cent pro Liter niedriger als auf Eurosuper. In Summe habe die Steuerbegünstigung von Diesel im Vorjahr rund 710 Mio. Euro betragen.

Die Mineralölsteuer wird pro Liter Treibstoff eingehoben. Beim Verbrennen von einem Liter Diesel entstehen laut VCÖ um rund 13 Prozent mehr CO2-Emissionen als beim Verbrennen von einem Liter Eurosuper. Dieselabgase enthielten zudem größere Mengen an gesundheitsschädlichen Stickoxiden. Der Verkehrsclub ist für eine rasche Abschaffung der Steuerbegünstigung von Diesel.

Kommentare (2)

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ichbindermeinung
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die tagtägliche Klimaangstmache

nachdem den Bürgern tagtäglich Angst wegen dem Klima gemacht wird, kein Wunder....zehntausende/hunderttausende werden wahrscheinlich die Arbeitsplätze in der Fahrzeugindustrie, bei den Zulieferbetrieben/Service etc. verlieren, Steuereinnahmen werden rapide zurückgehtn und keiner ists gewesen

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hbratschi
5
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das ist unter anderem...

...der gehypten e-mobilität geschuldet, denn vernünftig begründbar ist es nicht. und zwar weder vom umweltaspekt noch energietechnisch gesehen...

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