Die Wirtschaftskammer nimmt den Bericht des Rechnungshofs, der unter anderem vom Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds KWF einen „gewissenhafteren Umgang mit Steuergeld“ einfordert, zum Anlass für den Ruf nach Reformen. Die Förderpolitik sei verfehlt, vor allem Große profitierten. Bildungs- und Forschungseinrichtungen erhielten 2018 fast ein Drittel der KWF-Mittel. „Die soll das Land direkt fördern“, verlangt Präsident Jürgen Mandl. Geförderte Klein- und Mittelbetriebe stellten, anders als Großbetriebe, besonders viele Mitarbeiter ein. Von einer „Gießkanne“ könne nicht die Rede sein: „Die Steiermark hat 2,5 Mal so viele Unternehmen, aber 4,5 Mal so viele Förderfälle“, sagt Mandl. 602 Förderfälle in Kärnten 2018 hieße, dass nur zwei Prozent aller Betriebe gefördert würden, auch weil die Mindestinvestitionssumme von 10.000 Euro zu hoch sei und gesenkt werden müsse.
Landesfirmen
Wirtschaft ruft nach einer Totalreform des KWF
WK-Chef Mandl beklagt falsche Förderpolitik. Aufträge für Wiener Agentur regen auf. Vorstoß zu KWF-Reform und Rechnungshofbericht lösen Widerspruch aus.
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