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Hohe MarktkonzentrationEU wird Zusammenschluß von Boeing und Embraer prüfen

Die EU-Kommission hat Bedenken gegen den geplanten Zusammenschluss von Boeing und Embraer und kündigt eine Prüfung an. Dafür bleiben nun 90 Tage Zeit.

Geplante Fusion: Boeing (USA) und Embraer (Brasilien)
Geplante Fusion: Boeing (USA) und Embraer (Brasilien) © APA/AFP/Eric Piermont
 

Die EU-Wettbewerbshüter haben Bedenken gegen den geplanten Zusammenschluss des US-Flugzeugbauers Boeing und des brasilianischen Herstellers Embraer. Eine vertiefte Prüfung werde eingeleitet, teilte die EU-Kommission am Freitagabend in Brüssel mit.

Im Zuge des Deals will der US-Konzern für 4,2 Milliarden US-Dollar 80 Prozent am Verkehrsflugzeug- und Service-Geschäft von Embraer übernehmen. Ursprünglich hatte es in Brasilien politischen Widerstand gegen den Plan der Konzerne gegeben, weil Embraer auch Militärflugzeuge und Sicherheitstechnik entwickelt und baut. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro kündigte allerdings letztlich an, die Regierung werde kein Veto gegen das Geschäft einlegen.

Konzentrierter Markt

Die EU-Wettbewerbshüter haben nun vor allem im Verkehrsflugzeugsektor Bedenken. Embraer könne als weltweit drittgrößter Anbieter auf dem ohnehin stark auf Boeing und den europäischen Hersteller Airbus konzentrierten Markt wegfallen, hieß es von der Brüsseler Behörde.

Beim Markt für kleine Schmalrumpfflugzeuge - das sind Flugzeuge mit 100 bis 225 Sitzen - lieferten sich Boeing und Embraer teils ein Kopf-an-Kopf-Rennen, hieß es. Boeing bietet in dem Segment die 737-Max-Flugzeugreihe an, Embraer biete als weltweit führender Hersteller von Regionalflugzeugen mit seiner E2-Flugzeugfamilie sowohl Regionalmaschinen als auch kleinere Schmalrumpfflugzeuge an - das Vorhaben könnte zu höheren Preisen führen, erklärte die EU-Kommission.

90 Tage Zeit

"Verkehrsflugzeugmärkte müssen gut funktionieren, damit den Kunden innovative und effiziente Produkte zu einem fairen Preis angeboten werden", sagte die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager. "Daher wollen wir durch die eingehende Prüfung verhindern, dass Zusammenschlüsse auf diesen Märkten den wirksamen Preiswettbewerb und die Produktentwicklung erheblich beeinträchtigen."

Die EU-Kommission hat nun 90 Tage Zeit, um den Deal zu prüfen. Die betroffenen Unternehmen können eventuell mit Zugeständnissen die Bedenken ausräumen.

Kommentare (2)

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Kristianjarnig
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Naja.

Airbus hat sich mit Bombardier(Canadair) und deren "C-Series"(nun A220) einen echten Renner in den Showroom geholt. Top Hersteller mit Top Flugzeugen.

Boeing versucht das selbe nun mit dem Hersteller der "Jungle Jets"(also Embraer aus Brasilien) wobei deren Produkte in keinerlei Hinsicht auch nur in die Nähe von Bombardier kommen. Die E170/190 Reihe war zwar ein komerzieller Erfolg, wurde aber Embraertypisch billig gebaut und somit ist keine Langenlebigkeit gegeben.

Es wird also nicht allzuviel rauskommen bei der Prüfung außer das Boeing mal wieder der Verlierer ist der sich ein weiteres minderwertiges Produkt eingetreten hat. Nach dem "MAX" Fiasko wird es schön langsam bedenklich für Boeing.
Was die EU maximal herausfinden könnte wäre das wir Europäer den Amerikanern etwas know how in Punkto Flugzeugbau liefern sollten(fliege selbst eine vollkommen veraltete 737 NG). Das wäre es aber auch schon. Offensichtlich sind die amerikanischen goldenen Jahre vorbei.

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einmischer
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1
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"Jungle Jets"

Mit den Embraer-Geräten feiert die "Holzklasse" ein Comeback

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