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Ab MontagAdria Airways soll wieder eingeschränkt abheben

Am Montag will die angeschlagene Adria Airways wieder Flüge nach Frankfurt und Wien anbieten. Der Eigentümer hofft weiter auf Staatshilfe aus Slowenien.

Die Adria Airways steckt in finanziellen Schwierigkeiten
Die Adria Airways steckt in finanziellen Schwierigkeiten © APA/AFP/JURE MAKOVEC
 

Die slowenische Fluggesellschaft Adria Airways, die in großen finanziellen Schwierigkeiten steckt, wird auch am Wochenende lediglich die Abendflüge zwischen der Hauptstadt Ljubljana und Frankfurt ausführen. Für Montag kündigte die Fluggesellschaft hingegen insgesamt elf Flüge an.

Die Adria-Flüge sind aus Geldnot seit Dienstag vorläufig ausgesetzt, die Fluglinie hat in dieser Zeit nur die Verbindung zum wichtigen deutschen Drehkreuz-Flughafen in Frankfurt aufrechterhalten. Am Montag werden neben Frankfurt auch Hin- und Rückflüge zwischen Ljubljana und Wien, München, Zürich und Brüssel sowie ein Flug nach Tirana erfolgen, hieß von Adria Airways am Freitag.

Suche nach Lösung

Unterdessen sucht laut Medien auch die slowenische Regierung nach einer Lösung für die marode Fluggesellschaft. Das Wirtschaftsministerium schaltete dazu sowohl die staatliche Abwicklungsgesellschaft (DUTB) als auch die Staatsholding SDH ein. Einem Bericht der Wirtschaftszeitung "Finance" zufolge werden verschiedene Szenarien geprüft, darunter auch die Gründung einer neuen staatlichen Fluggesellschaft. Wie die Zeitung am Freitag berichtete, ist mit einer Entscheidung voraussichtlich erst am Montag zu rechnen.

Am Montag wird auch erwartet, dass der deutsche Besitzer seine Pläne über das Schicksal der Fluglinie, die dringend frisches Kapital braucht, bekannt gibt. Der Investmentfonds 4K Invest, der seit 2016 die Fluglinie besitzt, soll laut Medien mit Hilfe des Staates rechnen. Zuvor hatte man die Regierung um vier Millionen Euro ersucht, um den Flugbetrieb aufrechterhalten zu können, andernfalls wurde ein Konkurs angedroht. Der Wirtschaftsminister Zdravko Pocivalsek betonte jedoch, dass der Staat unter jetzigen Eigentümer keinen Euro in Adria stecken werde.

Frist bis Mittwoch

Die Fluglinie hat zwar bis kommenden Mittwoch Zeit, um der Ziviluftfahrtbehörde einen tragfähigen Umstrukturierungsplan vorzulegen. Andernfalls droht ihr der Verlust der Betriebslizenz.

Laut der Wirtschaftszeitung "Finance", welcher der weiterhin unveröffentlichte Geschäftsbericht für 2018 vorliegt, hat Adria im Vorjahr einen Nettoverlust von knapp 19 Mio. Euro verzeichnet, nachdem 2017 das Minus noch bei 5,4 Mio. Euro lag. Das operative Ergebnis (EBIT) lag im Vorjahr bei 16,2 Mio. Euro. Die Fluggesellschaft hat 14 Mio. Euro negatives Kapital ausgewiesen, die Verbindlichkeiten beliefen sich insgesamt auf fast 70 Mio. Euro.

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