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FeuerfestkonzernRHI Trieben meldete 40 Mitarbeiter bei AMS-Frühwarnsystem an

Seit Wochen war um einen Mitarbeiterabbau im RHI-Werk Trieben spekuliert worden. Nun wurde bekannt, dass beim AMS-Frühwarnsystem 40 Beschäftigte angemeldet wurden.

Das RHI-Werk in Trieben
Das RHI-Werk in Trieben © Reinhart Nunner
 

Die Zentrale des Feuerfestkonzerns RHI-Magnesita bestätigte der Kleinen Zeitung eine Meldung der Austria Presse Agentur, wonach RHI 40 Beschäftigte des Werkes in Trieben beim Frühwarnsystem des Arbeitsmarktservice zur Kündigung angemeldet hat. In Trieben arbeiten 200 fix angestellte Fachkräfte.

Die Meldung an das AMS sei bereits vor mehr als einem Monat erfolgt, wieviele Mitarbeiter tatsächlich gekündigt werden und in welchem Zeitraum, sei noch nicht fix, erklärte RHI-Sprecherin Lisa Fuchs. Fix ist aber, dass es "maximal 40" Beschäftigte treffen werde und man hoffe, dass sich die Zahl noch verringern werde.

Auch 45 Leiharbeiter bangen

Neben den 40 zur Kündigung angemeldeten Mitarbeitern bangen aber 45 Leiharbeiter um ihre Jobs, denn ihre Verträge dürften wohl eher nicht verlängert werden.

Das Frühwarnsystem

Im AMS-Frühwarnsystem müssen Unternehmen einen größeren Stellenabbau bekanntgeben. Auch der Betriebsrat muss eingeschaltet werden. Gemäß Arbeitsmarktförderungsgesetz ist die zuständige regionale AMS-Geschäftsstelle 30 Tage vor der ersten Kündigung zu informieren, diese Wartefrist kann aber verkürzt werden. Die Anzahl der angezeigten aufzulösenden Arbeitsverhältnisse darf nicht überschritten werden, sonst hat eine weitere Meldung zu erfolgen.

Bereits seit Wochen war in Trieben spekuliert worden, dass bis zu 180 Mitarbeiter von einer Kündigung betroffen sein konnten. RHI bestätigte bis Montag aber lediglich eine "Evaluierung" aufgrund einer "sinkenden Nachfrage vonseiten der europäischen Stahlindustrie". Diese Evaluierung sei nach wie vor im Gange, so RHI am Dienstag zur Kleinen Zeitung. Es werde versucht, Arbeitsplätze zu verlagern und so die Zahl der tatsächlichen Kündigungen so gering wie möglich zu halten.

Kritik von KPÖ-Gemeinderat

Die KPÖ meinte, dass der Standort Trieben der Konzernstrategie von RHI Magnesita zum Opfer fallen würde, obwohl der Gewinn im ersten Halbjahr 2019 um 83 Prozent auf 165 Millionen Euro gesteigert worden sei. Der Triebener KPÖ-Gemeinderat Michael Jansenberger sagte am Dienstag: "Wir haben immer wieder vor dieser Entwicklung gewarnt und die Entscheidungsträger auf allen Ebenen zu entschlossenem Handeln aufgefordert. Man ist aber anscheinend auf die Hinhaltetaktik des Unternehmens hereingefallen."

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Danke für Ihr Verständnis.

Oplosnak
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Nicht gut informiert.

Warum bangen 45 Leiharbeiter um ihren Job? . Sie wurden bereits per 31.08 alle entlassen. Und Sa war es egal ob du 5Monate oder 20Jahre,für das, Werk dich kaputt gearbeitet hast. Auch andere Kündigungen hat es schon gegeben.
Liebe Kleine Zeitung wenn dann Fakten berichten..!! Und auch nicht wundern wenn noch schlimmer wird. LG

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sunny1981
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RHI

Wenn 40 Arbeitnehmer ihren Job verlieren und ihre Existenz am Spiel steht ist anscheinend weniger interessant für die Medien als die Trennung von Gabalier. Es ist traurig

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cantfox
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Wirtschaftlichkeit

Der Standort Trieben ist für den Eigentümer nicht wirtschaftlich.

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einmischer
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nicht wirtschaftlich

Warum eigentlich?
Wenn der Eigentümer nicht will, kann das Werk überall stehen und er wird mit dem Standort argumentieren.
Es gab schon Zeiten da war sogar das Mur,- und Mürztal standorttechnisch ein Problem. Obwohl an der Südbahn gelegen und mit hervorragend ausgebildeten Facharbeitern in Überzahl gesegnet.
Dafür hat man dann ein Motorenwerk in Wien gebaut, wo man täglich die Fachkräfte aus der Steiermark und dem Burgenland "herankarren" musste.

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