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BetriebsversammlungStreit um Branchen-KV: Austrian Airlines strich 24 Flüge

Die am Mittwoch in Wien stattfindenden Betriebsversammlungen von AUA, Eurowings, Lauda und Level wirken sich zum Teil auf den Flugverkehr aus. Die AUA strich 24 Flüge.

Austrian Airlines in Wien
Austrian Airlines in Wien © APA/Herbert Neubauer
 

Die am Mittwoch in Wien bei AUA, Eurowings Europe, Laudamotion und Level stattfindenden Betriebsversammlungen haben Auswirkungen auf den Flugverkehr. Austrian Airlines hat 24 Flüge gestrichen, das trifft rund 1.500 Passagiere, teilte die Fluglinie mit. Weitere Flugstreichungen und -verspätungen könnten nicht ausgeschlossen werden.

Austrian Airlines hat den Angaben zufolge ein Ersatzflugprogramm organisiert, bei dem vor allem jene Flüge aus dem Programm genommen wurden, die leicht umbuchbar sind, wie etwa Frankfurt, Hamburg oder Berlin. Langstrecken und Ferienflüge würden gesondert abgesichert, so die Fluglinie. Wo immer möglich, sollen auf den Folgeflügen größere Flugzeuge eingesetzt werden.

Level und Lauda erwarten laut Luftfahrtportal "AviationNet" keine Störungen des Flugbetriebs. Die AUA-Konzernschwester Eurowings habe sich bisher nicht zu möglichen Auswirkungen der Betriebsversammlung geäußert, schreibt das Portal.

Kampf um Branchen-Kollektiv

Bereits seit Monaten rumort es in der Luftfahrtbranche in Wien zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Die Gewerkschaft spricht von Lohn- und Sozialdumping, das aus einem harten Preiskampf der in Wien stationierten Billigfluglinien herrühre. Sie verlangt einen Branchen-Kollektivvertrag.

Bei der AUA sieht man keine "Notwendigkeit für eine Betriebsversammlung mit Betriebsstörung". Der Bord-Kollektivvertrag von Austrian Airlines wurde 2018 verhandelt und ist bis 2022 gültig. "Die Aktion der Gewerkschaft trifft daher die Falschen, nämlich vor allem die Kunden eines guten Arbeitgebers", heißt es in einer Stellungnahme der Airline vom Dienstagabend.

Kommentare (2)

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ErichGolger
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Kostenwahrheit im Flugverkehr

Mittlerweile sollte es allen Mitbürgern klar sein, dass das Fliegen einerseits viel zu billig ist und andererseits betreffend den Klimawandel eine der größten Dreckschleudern ist.

Da braucht man nur 1+1 zusammenzählen um zu erkennen, dass die Ticketpreise zumindest auf ein Mindestmaß anzuheben sind. Warum holt sich der Staat nicht dort sein Geld? Auch hier wäre eine Strecken- oder Kilometerbesteuerung eine Möglichkeit.

Es wären damit wohl gleich mehrere Themen auf einem Schlag zu erledigen:
- keine Dumpingpreise mehr bei den Fluglinien
- passagierfreundlicheres Reisen
- Klimaschonung
- personalfreundlichere Arbeitsbedingungen bei den Fluggesellschaften
- und Einiges mehr...

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schteirischprovessa
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Ist alles richtig, hat aber nichts mit dem Thema Streik zu tun.

Die Gewerkschaft hat schon die AUA so ruiniert, dass der Staat sie verschenken und noch 500 Mio der Steuerzahler drauflegen musste siehe Streiks für die Piloten - Millionäre. Jetzt bietet sich die tolle Gelegenheit, noch ein paar Airlines umzubringen oder zumindest nach Bratislava zu verjagen.

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