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Keine einheitliche RegelungShopping-Center für liberale Öffnungszeiten am Sonntag

Handelsverband und Verband der Shopping-Center nehmen einmal mehr Anlauf für eine liberalere Sonntagsöffnung in Österreich. Kritisiert wird auch der Bürokratiedschungel mit 60 Ausnahmeregeln.

© Dmitrieva Daria - Fotolia
 

Der Handelsverband und der Verband der Shopping-Center wünschen sich eine liberalere Sonntagsöffnung. Der Handelsverband wendet sich dabei vor allem gegen den "Bürokratiedschungel" mit rund 60 Ausnahmeregeln zur Sonntagsarbeit. Die Fachvereinigung für Einkaufszentren ACSC hofft auf mehr Ausgaben von Touristen und eine Aufwertung gegenüber dem Onlinehandel, heißt es in Aussendungen am Dienstag.

Traditionelle Geschäfte geraten gegenüber Onlinehändlern ins Hintertreffen und das werde durch die Regulierungsdichte in Österreich noch verstärkt, kritisiert der Handelsverband. Bei der Sonntagsöffnung gelte etwa, dass diese zwar grundsätzlich verboten sei, es gebe aber mehr als 60 Ausnahmeregelungen auf Bundes- und Länderebene.

Geschäfte in Wien am Sonntag zu

In Oberösterreich führe das dazu, dass in Gemeinden mit weniger als 3.500 Einwohnern an Sonn- und Feiertagen von 8.00 Uhr bis 12.00 Waren des täglichen Bedarfes verkauft werden dürfen - in größeren nicht, außer wiederum es sind Kurorte oder ein Fremdenverkehrsgebiet. Auch wenn in einem Ort eine Firmung stattfindet, dürfen Reise- und Ausflugsbedarfsartikel sowie Firmungsgeschenke verkauft werden. Das gilt allerdings nicht für Linz, Wels und Steyr.

Wien hingegen, die Gemeinde mit den meisten Gästen, erlaubt trotzdem keine Sonntagsöffnung. Zwar wolle man keine generelle, flächendeckende Sonntagsöffnung, aber man wolle verhindern, dass Besucher nach Bratislava oder Kleinhaugsdorf ausweichen, um am Sonntag einkaufen zu gehen, so Rainer Will vom Handelsverband.

Die ACSC wiederum argumentiert, dass in Österreich 450.000 Menschen regelmäßig am Sonntag arbeiten. "Warum dürfen das keine Beschäftigten im Handel sein? Was unterscheidet eine Kellnerin von einer Verkäuferin?", so die rhetorische Frage. Die Shoppingcenterbetreiber glauben durch eine begrenzte Zahl von Sonntagsöffnungen mehr Fairness, mehr Arbeitsplätze, mehr Wertschöpfung in Österreich und eine Attraktivierung der Stadt- und Ortskerne zu erreichen.

Freizeit im Schopping-Center

Gastronomie- und Freizeitangebote haben in letzter Zeit in Shopping Centern deutlich zugenommen, oft am Sonntag. Auch das "Shoppingerlebnis" werde immer mehr als Freizeitbeschäftigung verstanden und mit einem Restaurant-, Kino, Fitnesscenter-, Bowling-Besuch etc. kombiniert. Am Sonntag sei dies aber nicht möglich, kritisiert die ACSC.

Gewerkschaft lehnt es ab

Die Gewerkschaft brauchte nicht lange, um eine Sonntagsöffnung insbesondere in Wien kategorisch abzulehnen. "Sechs Tage in der Woche ist das Einkaufen möglich. Die Beschäftigten haben sich einen fixen freien Tag in der Woche verdient", schreibt Barbara Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA-djp, in einer Aussendung. "Wenn es um die Vereinfachung von Regelungen geht, sind wir gesprächsbereit. Wenn es aber um die Ausweitung der Sonntagsöffnung in Österreich geht, sagen wir ganz klar Nein. Die Handelsangestellten wollen das nicht. Der freie Sonntag steht ihnen zu."

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Lodengrün
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Herr Kurz

wird das gleich befürworten und Herr Hofer will das schon lange. Es geht uns da viel Umsatz verloren. Nicht wissend das die auszugebende Geldmenge gleich bleibt.

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uomo23
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Sonntagsöffnung

...alles Jahre wieder. Die Konzerne bekommen den Hals nicht voll. Es gibt nicht einmal gutes Personal das am Sonntag arbeiten will. Schon am Samstag ist es ein Problem im Baumarkt etc. einen Verkäufer zu finden der sich auskennt. Standard Antwort, wenn da hinten nichts mehr ist, haben wir nichts mehr.... am Sonntag ist dann nur mehr die Kasse besetzt oder wie.?

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aToluna
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Wenn da hinten nichts mehr ist.....

Es soll Leute geben die selbst darauf kommen, das es dann nichts mehr gibt. Begriffsstützige brauchen halt etwas länger. Übrigens, wenn Sie sich nicht auskennen sollten Sie einen Fachmarkt mit kompetenter Beratung aufsuchen. Baumärkte sind hauptsächlich für Menschen, die sich mit Materalien und dgl. auskennen.

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