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Grüner Wasserstoff Verbund und OMV bauen Österreichs größte Photovoltaikanlage

Die beiden börsennotierten Energieriesen intensivieren ihre strategische Kooperation und prüfen den Bau einer Elektrolyse-Wasserstoff-Produktion.

Solarkollektoren, Sonne und Wolken
Verbund und OMV wollen Strom aus erneuerbaren Energiequellen nutzen, um Wasser elektrolytisch zu spalten © Smileus - stock.adobe.com
 

Die Energiekonzerne Verbund (Strom) und OMV (Öl und Gas) intensivieren ihre strategische Energie-Kooperation und wollen im Zuge dessen auch den möglichen Bau einer elektrolytischen Wasserstoffproduktion prüfen. Das kündigten die Chefs der beiden börsennotierten Konzerne, Wolfgang Anzengruber und Rainer Seele, am Montag an.

Bei diesem Verfahren wird Strom aus erneuerbaren Energiequellen genutzt, um Wasser elektrolytisch zu spalten. Der so erzeugte "grüne Wasserstoff" kann für chemische Produktionsverfahren genutzt werden. Primär untersucht die OMV die Verwendung des Wasserstoffs zur Hydrierung von CO2, um so den CO2-Ausstoß aus den Industrieanlagen zu senken, heißt es.

In einer am Montag unterzeichneten Absichtserklärung verständigten sich Verbund und OMV auf eine weitere Intensivierung der strategischen Kooperation, die es bisher schon beim Joint Venture Smatrics, einem E-Mobility-Provider, gibt. Der Fokus der Kooperation liegt auf der Evaluierung und Umsetzung von Stromerzeugungs-, Speicher- und Power-to-X-Anlagen zur Erhöhung der Eigenversorgung an OMV-Standorten bevorzugt mit Energien aus erneuerbaren Quellen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.

Internationale Projektmöglichkeiten werden geprüft

Geprüft werden zudem internationale Projektmöglichkeiten in Europa (Österreich, Deutschland und Rumänien), den Regionen Mittlerer Osten, Asien-Pazifik sowie Russland.

Erstes Gemeinschaftsprojekt soll die Errichtung der bisher größten Photovoltaik-Freiflächeninstallation in Österreich sein - vorgesehen an OMV-Standorten im Weinviertel in Niederösterreich. Auf einer Gesamtfläche von rund 200.000 m2 sollen etwa 60.000 PV-Module ca. 18 GWh (Gigawattstunden) Strom liefern. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das 4. Quartal 2020 geplant.

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Danke für Ihr Verständnis.

ww100
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Produkt?

Mir gefällt der Ansatz, aber was ist das Produkt? Ameisensäure?

Methan wirds kaum sein, weil das wäre genau der umgekehrte Weg des Steam Reformings welches wir zur Erzeugung von Wasserstoff nutzen.

CH4 + 2H2O <-> 4H2 + CO2

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styrianprawda
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Österreichs größte PV-Anlage, zur H2-Produktion?

Uiii, da werden die Batterie-EV Fanboys aber aufheulen!
Denn dann würde sich eines ihrer Argumente gegen H2-Fahrzeuge, die nicht klimaneutrale Herstellung aus Erdgas, auflösen. Und möglicherweise würde auch das Argument des unzureichenden Wirkungsgrades weit schwächer werden.

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ww100
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?

Also ich verstehe das anders. Meine Interpretation des Textes ist dass der durch PV gewonnene H2 zur Hydrierung von CO2 verwendet wird. Und da wird dann meistens Ameisensäure gemacht.
Wie oben beschrieben wäre die Umwandlung zu Methan sinnbefreit weil das genau die umgekehrte Reaktion der Dampfreformierung von Erdgas ist.

Nicht falsch verstehen, ich bin selbst ein großer Befürworter von H2 betriebenen FCs welche dann elektr. Energie für den EMotor im Fahrzeug zur Verfügung stellen.
Die Batterielösung ist eine Sackgasse.

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scionescio
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Der größte Nutzen der Wasserstofftechnologie liegt in der Nutzung als Energiespeicher ...

... wenn im Norden Deutschlands der Wind ordentlich bläst, werden die Pumpen von stillgelegten Atomkraftwerken mit dem überschüssigen Strom beaufschlagt, um die Netzstabilität aufrechterhalten zu können - da wäre es viel sinnvoller, diesen Strom in Wasserstoff umzuwandeln und damit zählz auch das Totschlagargument Wirkungsgrad nicht mehr!

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