Kraus GmbHAmazon und Zalando setzen auf Kärntner Rollen

Bei der Klagenfurter Firma Kraus boomt das Geschäft mit Tragrollen, die auch zur Paketbeförderung eingesetzt werden. Sieben Millionen Euro fließen in den Standort-Ausbau in Klagenfurt.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Kraus-Chef Dieter Wagner will die Produktionszahl der Tragrollen verdoppeln © Walter Fritz
 

Pakete von Zalando laufen über Rollen des Klagenfurter Fördertechnikspezialisten Kraus GmbH. Und auch bei Amazon oder DHL ist das Unternehmen mit unterschiedlichen Projekten vertreten. Der extreme Boom im Online-Handel, der Millionen von Paketen zur Folge hat, die sortiert und befördert werden müssen, lässt auch bei Kraus die Absatzzahlen für Tragrollen in die Höhe schnellen. Denn sehr häufig erfolgt der Transport beim Sortieren über Förderbänder, und die Rollen dafür liefert unter anderem die Klagenfurter Firma Kraus.

700.000 Tragrollen wurden 2017 produziert. „Unser Ziel ist es, diese Zahl zu verdoppeln“, sagt Geschäftsführer Dieter Wagner. Und das sei, bedingt durch das starke Wachstum im Online-Handel, durchaus realistisch. Aktuell stehe Kraus vor dem Abschluss eines Großauftrages mit einem Unternehmen aus den USA.

700.000 Tragrollen wurden 2017 gefertigt Foto © Walter Fritz

Um in dem von Wagner angepeilten Ausmaß wachsen zu können, investiert das Unternehmen jetzt sieben Millionen Euro in den Ausbau des Standortes in Klagenfurt sowie in die Digitalisierung. Büro-, Produktions- und Lagerflächen sollen erweitert werden. Der Spatenstich soll demnächst erfolgen.

Sieben Millionen Euro werden in den Ausbau des Standortes in Klagenfurt investiert Foto © Kraus

„Wir errichten zwei Hallen mit insgesamt 2000 Quadratmetern und können damit in Zukunft Hallen mit in Summe 6000 Quadratmetern für Produktion und Lager nutzen. 250 Quadratmeter sind für ein Technikum reserviert, in dem Montagearbeiten vorgenommen und Zukunftstechnologien eingesetzt werden“, sagt Wagner. Der Bürokomplex soll von 600 auf 1400 Quadratmeter erweitert werden.
2017 hat Kraus einen Umsatz von 11 Millionen Euro erzielt. Für 2018 rechnet Wagner mit einem Plus von mehr als zehn Prozent.

Im Industriebereich zählt der Fördertechnikspezialist, der 63 Mitarbeiter beschäftigt, Siemens, Liebherr oder Voest Alpine zu seinen Kunden. Die Exportquote liegt bei 45 Prozent und soll in den kommenden Jahren noch einmal deutlich gesteigert werden. Den größten ausländischen Marktanteil nimmt dabei Deutschland ein. Abgesehen von Tragrollen hat Kraus auch Hubtische oder Transportgeräte im Sortiment. Hubtische wurden beispielsweise auch schon an Kirchen geliefert, oder an Theater, um Bühnenbilder zu heben.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!