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mWS myWorld Solutions Lyoness: Neuer Name, gleiches Geschäftsmodell

Lyoness ist Geschichte - zumindest theoretisch. Denn die Firma wurde unbenannt und heist jetzt mws myWorld Solutions.

Lyoness ist jetzt myWorld Solutions
Lyoness ist jetzt myWorld Solutions © Susanne Hassler
 

Die Grazer Einkaufsgemeinschaft Lyoness startet einen neuen Umbau. Nachdem das Unternehmen 2014 - nach Klagen unzufriedener Mitglieder - die Vertriebsschiene ausgelagert und in Lyconet umbenannt hatte, wurde nun die Lyoness Group AG aus dem Firmenbuch gestrichen. Sie heißt jetzt mWS myWorld Solutions AG.

Auch die an derselben Adresse in Graz ansässige Lyoness Austria GmbH gibt es nicht mehr, ihr neuer Name lautet mWA myWorld Austria GmbH.

Auf APA-Anfrage erklärte das von Hubert Freidl gegründete Unternehmen, dass die myWorld Solutions ihr "Know-how verschiedensten internationalen Unternehmen und Organisationen" zur Verfügung stelle. Man biete Lösungen in den Bereichen Produktentwicklung, Projektmanagement, IT, Marketing, PR und Kommunikation sowie Fan- und Kundenbindung. Im Firmenbuch ist als neue Internetadresse https://www.myworld.com hinterlegt.

Beim Eintrag zur neuen mWA myWorld Austria GmbH wird nach wie vor auf https://www.lyoness.com verlinkt - von dieser Seite kommt man allerdings auf eine Plattform namens Cashback World, der Name Lyoness taucht dort nicht mehr auf.

Acht Millionen Mitglieder

Die Casback World macht dasselbe wie Lyoness zuvor, wie aus der schriftlichen Erklärung der Firma hervorgeht: "Die internationale Shopping Community Cashback World bietet Konsumenten, die beim Einkaufen mit Cashback Card vor Ort sowie beim Online-Shopping ... weltweit Geld sparen möchten, attraktive Einkaufsvorteile (Cashback und Shopping Points)." Cashback World sei derzeit in 47 Ländern vertreten und habe acht Millionen Mitglieder sowie rund 80.000 Partnerunternehmen.

Lyoness hatte in der Vergangenheit immer wieder rechtliche Probleme in mehreren Ländern, insbesondere mit der Vertriebsschiene (das ist nicht die Lyoness- bzw. Cashback-Karte, bei der Kunden nichts einzahlen müssen). Schweizer und österreichische Zivilgerichte haben den Lyoness-Vertrieb wiederholt als Schneeballsystem bezeichnet. Lyoness hat sämtliche Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Ermittlungen gegen Firmengründer

In Österreich ermittelt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) weiter gegen Konzerngründer Freidl. Bei dem Verfahren geht es um den Verdacht auf Verletzung der Prospektpflicht bei mehreren Anlagen, wie ein Sprecher der Behörde bestätigte. Es besteht natürlich die Unschuldsvermutung. Freidl wohnt übrigens derzeit in Monaco - so ist es im Firmenbuch eingetragen.

Lyoness ist in Österreich unter anderem als Sportsponsor aufgetreten - Cashback World tut das weiterhin. Das Unternehmen ist zum Beispiel einer der "Premiumpartner" des Fußballvereins Rapid, neben Allianz, Ottakringer und anderen Sponsoren. Die Cashback World ist sogar auf den grün-weißen Trikots präsent, wie auf der Rapid-Homepage erläutert wird. Zum Unternehmen wird dort unter anderem erklärt, dass Cashback World "Unternehmen ein unkompliziertes und innovatives Kundenbindungsprogramm zur Verfügung" stelle, "das es ihnen erlaubt, Teil dieser Einkaufswelt zu werden.

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Günther8467
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Network Marketing funktioniert sehr wohl, bedeutet aber ARBEIT!

So ein Blödsinn! Die Zeit von Tante Emma's Laden ist ein für allemal vorbei, und wenn man von Pyramidenspielen redet, sollte man sich dabei auch auskennen und die feinen Unterschiede kennen. Bei myWorld kann z. Bsp. jeder denjenigen, der ihn zum Unternehmen brachte, "überholen". Network Marketing ist kein Pyramidenspiel, ob es Ihnen gefällt oder nicht, es ist die Zukunft der Jungen von heute. Und das sage ich Ihnen als 52-Jähriger in der Welt der Jugendlichen mit Dutzenden Jugendlichen über mir. Ob man dabei Erfolg hat, liegt immer an einem selbst. Aber viele glauben ja, man wird dabei ohne Arbeit reich. Nicht weil man es ihnen einredet, sondern weil das Gespenst herumgeht, dass NM lukrative Pyramidengebilde wären. NM ist ARBEIT. Nur wer nichts tut scheitert eben bald. Was bleibt ist das Jammern über Network Marketing. Schuld haben ja immer die anderen. Sobald man jemanden zeigt, was er verdienen KANN, verspricht man ihm angeblich schon Reichtum. Zum Kotzen sind die Leute, die junge Menschen (selbst in der Familie oder Freundeskreis) auflaufen lassen, weil sie nicht an NM glauben, und wenn ihr Kind oder Freund dann eines Tages aufgibt, sagen sie noch mit Genugtuung "siehst du? Ich hab es dir doch gleich gesagt". In Wirklichkeit seid IHR deren Sargnagel. Weil ihr ihnen keine Chance gabt. Aber Erfolg im NM baut sich LANGSAM aber bei konsequentem Arbeiten dann sicher auf. Mein erster "Lohn" waren 54,- Euro bei 449,- Ausgaben. Das ändert sich aber bald. WENN MAN ETWAS DAFÜR TUT.

Quack9020
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VANTA LEONES - die junge Version davon...

...treibt gerade ihr Unwesen in Klagenfurt und ganz Kärnten. Da werden jede Woche hunderte Jugendliche bei Infoveranstaltungen manipuliert und denken sie können mit einem schneeballartigem Konzept reich werden.

Kann nur alle Eltern warnen und anraten den Kindern zu erklären, dass hier nur die gewinnen, die in der Pyramide ganz oben stehen.

Multi-Level-Marketing ist in Klagenfurt nicht tot zu kriegen. Siehe Vemma/Verve und jetzt Cashbackworld/Vanta Leones!

V O R S I C H T!

scionescio
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Nachdem kaum mehr schlichte Konsumenten auf Lyoness reingefallen sind ...

... versucht man unter neuem Namen wieder schlichte Gemüter zu finden, die der Meinung sind, es reicht, einen dubiosen Vertrag mit einer zwielichtigen Firma zu unterschreiben, um mühelos reich zu werden - alle anderen die arbeiten und glauben, dass niemand was zu verschenken hat, sind ja nur zu blöd dafür ... ich habe auch nie verstanden, warum jemand ein Buch schreibt, wie man sicher beim Roulette gewinnt, anstatt einfach ins Casino zu gehen und dort abzucashen;-)