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Auf InvestorensucheKärntner Elektromotoren erobern Seen und mehr

Vom Land der Berge in die USA und nach Australien: Der Kärntner Armin Kundigraber setzt Kanus & Co. unter Strom.

Hanneman und Kundigraber mit "Scubajet" © KK
 

Was E-Bikes für Radfahrer ist, soll „Scubajet“ für Wassersportler werden: So jedenfalls die Vision des Maria Rainers Armin Kundigraber. Mit Blick auf die Karawanken will er auf Weltmeeren einen neuen Maßstab für den Antrieb von Wassersportgeräten setzen: Einen mit acht Zentimeter Durchmesser, drei Kilogramm Gewicht, 43 Zentimeter Länge und einer Akku-Laufzeit bis zu neun Stunden. Die Idee ist verblüffend: Stand-up-Paddler, Fahrer von Kanus, Kayaks und Kleinbooten sollen vom Elektroenergieschub bis zu zwei Kilowatt profitieren. Zudem ist das Gerät der kleinste Tauchscooter am Markt. „Zuerst halten es auf Messen viele bloß für Spielzeug – bis sie ihn dann testen“, sagt der Gründer.

Geistesblitz

Entstanden ist die Idee dazu bei Kanu-Touren mit der Familie auf dem Wörthersee. War die Rückkehr wieder einmal mühsam und ließen Strömung und Wind die Kräfte, traf Kundigraber der Geistesblitz: Ein portabler kleiner E-Motor, an unterschiedlichen Wasserfahrzeugen angebracht, könnte Abhilfe schaffen. Anders als sperrige Tauchscooter, die zwölf oder noch mehr Kilo wiegen, ist der Unterwasserjet maximal flexibel: diverse Akkugrößen, aber auch etliche Aufsätze eröffnen dem Produkt eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten. Erzeugt wird das serienreife Teil seit Herbst 2016 in Klagenfurt, das Unternehmen hat bereits zehn Mitarbeiter. Der Onlineshop ging zu Jahresbeginn live, die Resonanz sei sehr gut, sagt CEO Kundigraber, der ursprünglich dem IT-Bereich entstammt. „,Scubajet’ war anfangs nur ein Hobby, das immer professioneller wurde.“

Die Wienerin Sabrina Hanneman ist als Co-Founderin mit an Bord. Für die Kommunikationsverantwortliche ist das Lifestyle-Produkt eine „Weltneuheit, die den Wassersportbereich in kürzester Zeit garantiert auf den Kopf stellen wird.“ Vorerst gilt es freilich, heimische Profi-Investoren zu begeistern: Kommenden Dienstag kämpft Kundigraber ab 20.15 Uhr mit seiner Erfindung in der „Puls4“-Show „2 Minuten, 2 Millionen“ um frisches Geld. Schließlich sind die Pläne ehrgeizig: Noch heuer will Kunigraber ein internationales Vertriebsnetz aufbauen, besonders im Fokus stehen Wasser- und Technikbegeisterte in Australien und den USA.

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