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Stadtplanung

ESA setzt auf das Knowhow der Grazer Bike Citizens

Die Raumfahrtagentur ESA setzt in einer Machbarkeitsstudie auf das Knowhow des Grazer Unternehmens Bike Citizens. Die Fahrrad-App soll helfen, Raumfahrttechnologie für die Stadtplanung nutzbar zu machen.

© vencav - Fotolia
 

Viele Städte investieren hohe Summen in die Stadtplanung. Der Einsatz von Raumfahrt-Technologie soll diese Stadtplanung weiter optimieren. Die Europäische Raumfahrtagentur ESA hat vier Machbarkeitsstudien mit einem Kostenvolumen von insgesamt 1,1 Millionen Euro vergeben, um für vier viel versprechende Geschäftsideen zum Thema „Space Applications in Support of Future Cities“ sowohl die technische als auch die kommerzielle Realisierbarkeit zu untersuchen und entsprechende Konzepte für deren Umsetzung auszuarbeiten.

Eine der Studien befasst sich mit dem Thema „Space-Tech for Cyclists“ und wird von dem Grazer Unternehmen Bike Citizens in Zusammenarbeit mit der Forschungsgesellschaft Mobilität FGM-AMOR durchgeführt. Im Rahmen der Studie sollen die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Mobilitätsverhalten von Menschen untersucht werden und die Machbarkeit eines Bike-Benefit-Modells unter dem Einsatz von Erdbeobachtungsdaten und einem Datenanalysetool für Städteplanung überprüft werden.

Radverkehr in Städten vorantreiben

Bislang wurde in der Stadtplanung hauptsächlich auf die Optimierung des Verkehrsflusses von motorisierten Verkehrsmitteln geachtet. Ein Datenanalysetool soll Städten künftig eine quantitative sowie qualitative Analyse von aufgezeichneten Fahrraddaten ermöglichen, um die Infrastrukturplanung in Städten für den langsamen Verkehr zu optimieren und das Thema Alltagsradverkehr in Städten massiv voranzutreiben.

Als technische Grundlage für die Umsetzung des Analysetools dient die Bike Citizens Fahrrad-App. Einmal auf dem Smartphone installiert, navigiert sie den Radfahrer
von A nach B. In den vergangen fünf Jahren, seit der Gründung von Bike Citizens, konnte das Start-up
Unternehmen wertvolle Informationen über mit dem Fahrrad zurückgelegte Wege gewinnen. App-User übermitteln freiwillig und anonym ihre persönlichen
Aufzeichnungen und stellen die Daten auf diese Weise auch stadtplanerischen Zwecken zur Verfügung. Die von den App-Usern erhobenen Daten sollen zukünftig mit
dem Analysetool ausgewertet und visuell dargestellt werden. Durch Heatmaps werden viel befahrene Wege farblich hervorgehoben und geben Aufschluss über das
Mobilitätsverhalten von Alltagsradfahrer.

Die Fahrrad-App von Bike Citizens ist in über 250 Städten verfügbar. Das Unternehmen plant aktuell eine Expansion in den amerikanischen Markt. Mit einer Crowdinvesting-
Kampagne auf der Investitions-Plattform Green Rocket will das junge Start-up frisches Kapital für die nächsten Schritte akquirieren.

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