Die Exporte aus Österreich nach Slowenien boomen weiterhin. Wie der Handelsdelegierte der Wirtschaftskammer in Slowenien, Christian Miller, am Montag bei einem Pressegespräch in Klagenfurt erklärte, betrug der Wert der ins Nachbarland verkauften Waren im vergangenen Jahr 2,25 Mrd. Euro. Österreich ist damit nach Deutschland (3,72 Mrd. Euro) und Italien (3,42 Mrd. Euro) der drittgrößte Exporteur. Laut Miller sind die Ausfuhren nach Slowenien auch im heurigen Jahr neuerlich gestiegen.

Kärntner Betriebe profitieren. Kärntens Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher betonte, dass die Kärntner Betriebe überdurchschnittlich an diesem Kuchen mitnaschen würden. Das südlichste Bundesland trägt rund neun Prozent zu den Exporten bei, der Anteil am Bruttoinlandsprodukt liegt mit rund sechs Prozent deutlich niedriger.

Appell an Landesregierung. Pacher nutzte die Gelegenheit, um einen Appell an die Landesregierung zu richten: "Ich fordere die Landesregierung auf, die vor einigen Jahren abmontierten zweisprachigen Wegweiser auf Autobahnen und Straßen schleunigst wieder anzubringen." Mit Jahresende würden die Grenzbalken zu Slowenien weggeräumt, da sei ein Signal der Offenheit dringend notwendig.

Hinweisschilder. Es sei absurd, dass auf den Hinweisschildern lediglich Laibach stehe und nicht auch Ljubljana. "Die Politik bewegt sich immer noch in der Vergangenheit, anstatt in die Zukunft zu blicken", kritisierte der Kammerpräsident. Die Betriebe hätten hingegen die Chancen in Slowenien und in den anderen neuen EU-Ländern längst erkannt. Um auch kleineren Unternehmen den Sprung ins Auslandsgeschäft zu ermöglichen, gibt es im kommenden Jahr vom Kuratorium für Wirtschaftsförderung eine eigene Exportförderungsaktion. Dabei werden Unternehmen beim Aufbau internationaler Geschäftsbeziehungen unterstützt. Dotiert ist das Programm mit 500.000 Euro, die Maximalförderung pro Betrieb beträgt 5000 Euro.