Die Arbeitslosigkeit hat sich zum Jahresende weiter erhöht: Ende Dezember 2025 waren 434.572 Menschen in Österreich arbeitslos oder in AMS-Schulung, um 2,0 Prozent bzw. 8560 mehr als vor einem Jahr. Das teilte das Arbeits- und Sozialministerium am Freitag mit. Die Arbeitslosenquote lag bei 8,4 Prozent, um 0,2 Prozentpunkte höher als im Dezember 2024. Zugleich stieg die Beschäftigung gegenüber dem Vorjahr wieder leicht (geschätzt plus 4000 Beschäftigungsverhältnisse).

„Nach langen Jahren der Rezession blicken wir dem kommenden Jahr vorsichtig optimistisch entgegen. Die prognostizierte wirtschaftliche Erholung wird 2026 auch eine Belebung des Arbeitsmarktes bringen“, lässt Arbeitsministerin Korinna Schumann wissen. Die Beschäftigung werde „wieder stärker wachsen“ und die Arbeitslosigkeit „soll im zweiten Halbjahr etwas sinken“.

Dabei verweist das Ministerium auf das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo), das einen Rückgang um rund 4000 Personen erwarte. Die unselbstständige Aktivbeschäftigung soll um etwa 27.000 zunehmen. Klar sei aber, so Schumann: „Über den Berg sind wir noch nicht“.

Plus 6,6 Prozent bei Frauen

Die Arbeitslosigkeit von Frauen erhöht sich im Dezember um 6,6 Prozent, während bei den Männern nur ein geringer Anstieg von 0,5 Prozent zu verzeichnen ist. Während die Arbeitslosigkeit von Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft um 1,8 Prozent ansteigt, erhöht sich die Arbeitslosigkeit von Inländerinnen und Inländern um 3,6 Prozent.

Die Bestandszahl der beim AMS gemeldeten sofort verfügbaren offenen Stellen sinkt Ende Dezember 2025 gegenüber dem Vorjahr um 16,2 Prozent auf 67.647. Der Zugang an offenen Stellen beim Arbeitsmarktservice war jedoch im Dezember wieder fast gleich hoch wie im Vorjahr.