Gläubiger der insolventen Möbelkette Kika/Leiner erhalten demnächst eine Zahlung von insgesamt 18,8 Millionen Euro. Das hat Creditreform-Insolvenzexperte Stephan Mazal am Dienstag bekanntgegeben. Angemeldet wurden Forderungen in Höhe von 208 Millionen Euro, womit die Zwischenverteilungsquote bei rund zehn Prozent liegt. Gläubiger der ebenfalls insolventen LeiKi Gastro Alpha GmbH gehen laut Creditreform hingegen leer aus.

Die Auszahlung der 18,8 Millionen Euro werde voraussichtlich 2026 erfolgen. „Um eine rasche und reibungslose Auszahlung sicherzustellen, sollten die Gläubiger ihrem Vertreter im Konkursverfahren die aktuellen Kontodaten übermitteln“, so Mazal. Das Konkursverfahren der Möbelkette Kika/Leiner werde insgesamt noch mehrere Jahre dauern.

Nach jahrelangen wirtschaftlichen Schwierigkeiten meldete die Möbelkette im November 2024 Insolvenz an. Im Jänner 2025 wurden die verbliebenen 17 Standorte in Österreich geschlossen und 1350 Beschäftigte gekündigt. Ein Dutzend der Kika/Leiner Standorte verfügten über Restaurants der Kette LeiKi Gastro Alpha GmbH, die ebenfalls 2024 insolvent wurde. Für deren Gläubiger werde es laut Creditreform keine Quote geben.