Wie berichtet, schließt der Lebensmittel-Diskonter Hofer Ende 2026 sein Auslieferungslager in Weißenstein im Bezirk Villach Land mit 200 Beschäftigten. Daneben plant Hofer aber auch Umstrukturierungen und Auslagerungen im administrativen Bereich in der Firmenzentrale im oberösterreichischen Sattledt. Man sei „aktuell in einer Evaluierungsphase“, wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „letztendlich betroffen“ seien. Es könnten weitere 100 sein.

Administrative Tätigkeiten in den Bereichen Einkauf und Buchhaltung, die standardisiert und wiederkehrend sind, sollen ausgelagert werden. Das betrifft vor allem Teile der IT-Abteilung, die in „billigere“ Länder ausgelagert werden sollen.

„Zentrale wird nicht geschlossen“

„Eine Schließung unseres Headquarters in Sattledt stand und steht zu keiner Zeit zur Diskussion“, heißt es von Hofer. Der Lebensmittel-Diskonter betreibt in Österreich 540 Filialen und beschäftigt 13.000 Mitarbeiter. Das Filialgeschäft ist laut Unternehmensangaben von der Umstrukturierung nicht betroffen. Aktuell hat das Unternehmen österreichweit 1200 offene Stellen, vorrangig im Verkauf und in der Logistik.

Was die Logistikaufgaben am Kärntner Standort Weißenstein betrifft, so wird Hofer sie 2027 auf andere Logistikzentren, darunter auch den neuen Standort im steirischen Lieboch verteilen. Die Verwaltungstätigkeiten in Weißenstein inklusive Kundenservicecenter sollen in die Firmenzentrale in Sattledt übersiedelt werden. „Alle betroffenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bekommen die Möglichkeit, in einer anderen Abteilung bzw. an einem anderen Standort weiterzuarbeiten“, heißt es von Hofer. Weitere Maßnahmen, wie ein Sozialplan, würden in der Firmenzentrale in Oberösterreich ausgearbeitet.