Amazon ist in Österreich gut bekannt. Nun, tatsächlich kann man diesen Satz auch als Untertreibung empfinden. Entfallen mittlerweile doch 40 Prozent des gesamten Internethandels im Land auf den US-Konzern. Das geht zumindest aus dem aktuellen „E-Commerce Report 2025“ von Handelsverband und ECDB hervor. Demzufolge kommt Amazon auf 1,2 Milliarden Euro Eigenumsatz – inklusive den Verkäufen von externen Händlern über Amazons Marktplatz sollen es gar 4,3 Milliarden Euro sein.
Entsprechend relevant sind hierzulande also auch die Pläne, die Amazon zurzeit wälzt. Hier sticht Zweierlei ins Auge. Einerseits forciert Amazon Künstliche Intelligenz (KI) massiv. Zumeist in Form von KI-Agenten. Also Software, die zusammenhängende Aufgaben eigenständig erfüllen kann.
Amazon und die KI-Agenten
Diese Agenten könnten zum Beispiel Informationen aus dem Web und Datenquellen zusammenfassen, Software schreiben, Sprache übersetzen, und viele Aufgaben automatisieren, die Zeit kosten, schrieb Amazon-Boss Andy Jassy in einem E-Mail an die eigene Belegschaft, aus der das Wall Street Journal zitierte. Agenten werden laut Jassy „Team-Mitglieder sein, an die wir uns in verschiedenen Phasen unserer Arbeit wenden“. Er rief die Mitarbeiter auf, wann immer es geht mit KI zu experimentieren.
Ebenso disruptiv könnte eine andere Technologie wirken, die Amazon vorantreibt. So bereitet sich das Unternehmen vor, die Paketzustellung zu automatisieren. Auch auf der letzten Meile. Dafür soll Amazon humanoide Roboter entwickeln, welche die Pakete künftig bis vor die Haustüre liefern sollen. In San Francisco soll Amazon bereits eine spezielle Testanlage aufgebaut haben. Mitfahren sollen sie schlussendlich mit Amazons Rivian-Elektro-Lieferwägen. 100.000 der Fahrzeuge will Amazon bis Ende des Jahrzehnts in seiner Flotte wissen.