Die Kryptowährung Bitcoin hat einen neuen Rekordwert erreicht. Der Kurs stieg am Mittwoch auf knapp 109.500 Dollar (97.411 Euro) und somit über den bisherigen Höchststand vom 20. Jänner – dem Tag der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump. Der Kurs der wichtigsten Kryptowährung wird derzeit vom Optimismus der Branche wegen möglicher neuer US-Regelungen getragen.

Kurs sackte ab

Der Bitcoin-Kurs war zunächst nach Trumps Wahlsieg Anfang November angestiegen, weil er im Wahlkampf eine weniger strenge Regulierung von Kryptowährungen versprochen hatte. In den Wochen nach seiner Amtseinführung sackte der Kurs jedoch wieder ab, weil Trumps Regierung mit konkreten Maßnahmen auf sich warten ließ. Währungen wie der Bitcoin ermöglichen digitale Zahlungsgeschäfte unter Umgehung von Banken.

Eric Demuth, German CEO and co-founder of Bitpanda fintech and unicorn company, poses during a photo session in Paris on May 23, 2024. (Photo by JOEL SAGET / AFP)
Bitpanda-CEO Eric Demuth: „Bitcoin dauerhaft im Finanzsystem verankert“ © AFP / Joel Saget

„Kein Peak, sondern Fundament“

Eric Demuth, Co-Founder und CEO von Bitpanda, meint, Bitcoin sei „längst kein Nischenasset mehr. Institutionelle Investoren, Spot ETFs, Zahlungsanbieter – sie alle schaffen gerade die Infrastruktur, die Bitcoin dauerhaft im Finanzsystem verankert“. Dieses Allzeithoch sei also „kein Peak, sondern Fundament“. Dahinter stehe die klare Handschrift der USA, die Krypto und digitale Assets inzwischen als strategisches Kernthema ihrer Finanz- und Wirtschaftspolitik begreifen. Demuth: „Wer das noch immer als kurzfristige Spekulation abtut, wird nach und nach eines Besseren belehrt.“ Selbst der Top-Banker Jamie Dimon habe diese Woche bereits begonnen einzulenken.