Das Wort von S&P, Moody‘s und Fitch hat auf den globalen Finanzmärkten nach wie vor enormes Gewicht. Die drei großen US-Ratingagenturen bewerten die Bonität, also die Kreditwürdigkeit von Unternehmen und Staaten. Und entscheiden damit auch, zu welchen Konditionen sie sich verschulden können. Die USA waren lange Zeit durch die Banken mit Bestnoten ausgestattet. Doch ob der Schuldenentwicklung in der größten Volkswirtschaft der Welt haben S&P und Fitch den USA schon vor längerer Zeit die Spitzennote entzogen und – mit „stabilem Ausblick“ – nur noch das zweitbeste Rating vergeben. Jetzt hat mit Moody‘s auch die letzte der großen drei Ratingagenturen nachgezogen. Am Freitag kam es zur Herabstufung. der Kreditwürdigkeit von „Aaa“ auf „Aa1“ durch Moody‘s. In einer Mitteilung wird als Begründung u. a. ausgeführt: „Wir gehen nicht davon aus, dass die derzeit diskutierten Haushaltsvorschläge zu wesentlichen mehrjährigen Kürzungen der Pflichtausgaben und Defizite führen werden. Im nächsten Jahrzehnt erwarten wir höhere Defizite, da die Ausgaben für Sozialleistungen steigen, während die Staatseinnahmen weitgehend stagnieren. Anhaltend hohe Haushaltsdefizite werden wiederum die Staatsverschuldung und die Zinslast erhöhen.“
Moody‘s streicht „Aaa“
Schuldenexplosion: Auch letzte große Ratingagentur entzieht USA Top-Bonität
S&P und Fitch haben es in den vergangenen Jahren schon gemacht, nun entzieht auch die dritte große US-Ratingagentur den Vereinigten Staaten die Top-Bonität. Moody‘s stuft die USA von „Aaa“ auf „Aa1“ herab. Weißes Haus attackiert die Analysten.
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