Man nehme „Kritik sehr ernst“, betont Barbara Schmidt. Die Generalsekretärin des Verbands „Oesterreichs Energie“ verweist aber auch darauf, dass sich in der Energieversorgungsbranche bisweilen das Gefühl breit mache, für alles verantwortlich gemacht zu werden, was derzeit am Wirtschaftsstandort nicht rund läuft – von der Inflation über die sinkende industrielle Wettbewerbsfähigkeit bis hin zur Rezession. Schmidt verweist darauf, dass die Strompreise sinken, es gehe um eine Versachlichung der Debatte. Der Verband um Präsident und Verbund-Chef Michael Strugl hat daher eine Studie beim Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos in Auftrag gegeben, in der die Entwicklungen der Industriestrompreise analysiert werden. Ein Fazit von Studienautor Sven Kreidelmeyer: Die Industriestrompreise in Österreich liegen mit durchschnittlich 14,8 Cent je Kilowattstunde im europäischen Vergleich im Mittelfeld, im Vergleich zu den USA und China liegen sie jedoch deutlich höher.
Studie für Österreich
Wettbewerbsfähigkeit: So wirken sich die Industriestrompreise aus
Die Stromkosten sind nur für einzelne Industrie-Branchen wettbewerbsbestimmend, heißt es in einer aktuellen Studie im Auftrag von „Oesterreichs Energie“. Die Industriestrompreise lagen in Österreich 2024 im EU-Mittelfeld, aber sehr deutlich über jenen der USA oder Chinas. Der Verband empfiehlt eine Strompreiskompensation für energieintensive Unternehmen.
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