Heineken hat zum Jahresauftakt weniger Bier verkauft, aber dank eines Trends zu teureren Marken überraschend etwas mehr erlöst. Organisch wuchs der Umsatz im ersten Quartal unter dem Strich um 0,9 Prozent, wie die weltweit zweitgrößte Brauerei am Mittwoch mitteilte. Am Markt war unter dem Druck der US-Zoll-Turbulenzen ein leichtes Minus erwartet worden.

Zudem standen Heineken weniger Verkaufstage zur Verfügung als im Schaltjahr 2024, weil auch Ostern ins erste Quartal fiel. Deshalb sank der Bierabsatz um 2,1 Prozent auf 54,1 Millionen Hektoliter, wie der Hersteller von Marken wie Heineken, Sol und Tiger weiter mitteilte. Analysten hatten mit einem stärkeren Rückgang gerechnet. Daher stieg der Aktienkurs von Heineken an der Börse von Amsterdam am Mittwoch.

Prognose für Gesamtjahr bestätigt

Konzernchef Dolf van den Brink blieb bei der Prognose für das Gesamtjahr von einem Anstieg des Betriebsgewinns zwischen 4 und 8 Prozent. Allerdings sorge die gegenwärtige Entwicklung der Zölle für Unsicherheit, schränkte Heineken ein. „Trotz volatiler Trends im Verbraucherverhalten und in der Geopolitik liegen wir im Rahmen unserer Erwartungen.“

Genauere Zahlen zu Umsatz und Gewinn veröffentlicht der Brauereikonzern halbjährlich. Im abgelaufenen Jahr erzielte Heineken einen Umsatz von 36 Mrd. Euro und einen Gewinn von 978 Mio. Euro.

Die österreichische Brau Union gehört seit 2003 zu Heineken. Zur Brau Union wiederum gehören Biermarken wie Gösser, Zipfer, Kaiser, Puntigamer, Schwechater, Wieselburger, Villacher, Schladminger und Edelweiss.