Die von der Bundesregierung kürzlich gezogene Mietpreisbremse nutzt zweifellos jenen, die etwa in einer regulierten Altbauwohnung leben. Durch die Finger schauen hingegen die Vermieter. Jan Kluge, Ökonom der arbeitgebernahen Agenda Austria, errechnete einen „sofort eintretenden Wertverlust“ von 4,7 Milliarden Euro. Diese Berechnung basiert auf jenen 140 Millionen Euro, die Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) als Ersparnis für 1,5 Millionen Österreicher nannte (laut Kluge ist die Zahl noch zu niedrig) und drei Prozent Rendite für die Vermieter – nicht zu hoch gegriffen angesichts alternativer Anlageformen. 330.000 Wohnungen unterliegen laut Kluge dem Richtwert- und Kategorien-Mietzins.