Was den Gästen als „Kreativpause“ kommuniziert wird, ist eigentlich ein touristisches Großprojekt. Auf dem Plateau in Obermillstatt gelegen, setzt eine Hoteliersfamilie die Pläne des auf Revitalisierungen spezialisierten St. Veiter Architekten Stefan Kogler („skape architects“) um. „Wir führen das Naturhotel Alpenrose in dritter Generation und hoffen, dass unser Mut auch belohnt wird“, schildert Birgit Obweger. Knapp 30 Zimmer werden renoviert, für die Mitarbeiter gibt es neue Räumlichkeiten, auf das neue Dach kommt eine PV-Anlage.

Rund vier Millionen Euro werden gerade investiert. Ein gutes Dutzend an Firmen ist beteiligt, um den für 1. Mai geplanten Saisonstart einzuhalten. Künftig werden den Gästen außerdem E-Ladestationen, ein Lift, ein Ruheraum, eine neue Rezeption, Bar und Lobby sowie eine erweiterte Stube geboten, deren künftig 100 Plätze auch für Hochzeiten oder Taufen genutzt werden. „Wir steuern auf eine Neueröffnung zu und wollen die Wintersaison ausweiten, um uns Richtung Ganzjahresbetrieb weiterzuentwickeln. Mit dem Umbau arbeiten wir auch auf den Superior-Zusatz für die vier Sterne hin“, so Obweger, die mit ihrem Mann Benjamin zudem auf Tagesgäste setzt, die etwa das Frühstücks- oder Wellnessangebot nutzen.

Gratis-Zimmer zum Dinner

Auf Einheimische setzt auch Familie Tacoli direkt am Millstätter See und zwar mit dem im Vorjahr neu gebauten und eröffneten Restaurant „1884“, das an das Gründungsjahr der See-Villa Millstatt erinnert. „Im Winter sind wir jetzt ein Restaurant mit Zimmer. Aktuell laden wir unsere Dinner-Gäste zusätzlich auf eine kostenlose Übernachtung ein“, erzählt Federico Tacoli, der das Haus in fünfter Generation führt und kulinarisch die Saison verlängert. Im Vorjahr habe man mehr als zwei Millionen Euro investiert. Um die historisch möblierten Hotelzimmer zu erhalten, wurde ein eigener Tischler angestellt. Drei Hausmeister halten den Rest in Schuss.

Kinderfreundliche Investitionen

In Diex wurden nach einer Acht-Millionen-Euro-Investition 2022 vor Kurzem weitere 350.000 Euro in die Hand genommen. „In unserem Familienhotel wurde ein Indoor-Multispieleraum samt Kinderkino und eine Terrassenüberdachung errichtet sowie eine Schneekanone für die Rodelbahn angeschafft“, sagt Gerwald Kitz junior, der überlegt heuer auch noch einen Schlepplift bauen zu lassen. Aktuell nutze man eine zweiwöchige „Pause“ für Wartungsarbeiten. Die Vorbuchungslage, besonders für Ostern, sehe es bereits gut aus.