Weniger erfreuliche, aber auch gute Nachrichten für Fahrer eines Elektro-Autos: Die motorbezogene Versicherungssteuer wird, wie schon zuvor angekündigt, auf E-Autos ausgeweitet. Allerdings ist der angedachte Wegfall des Sachbezug-Privilegs bei Elektroautos vom Tisch. Wäre dieser erhebliche steuerliche Vorteil gestrichen worden, hätte dies den Zulassungszahlen von Elektroautos den Todesstoß gegeben, warnte die aus Automobilwirtschaft.

„Zehn Jahre in Zukunft denken“

Ansonsten wird die Elektromobilität nur zwei Mal im Programm genannt. So soll insbesondere an Raststätten durch ein attraktives Angebot an Ladestellen „die Elektromobilität stärker an die Lebensrealität in Österreich“ angepasst werden. Und es soll eine umfangreiche Verkehrs- und Infrastrukturstrategie erarbeitet werden, die „zehn Jahre in die Zukunft denkt und vorausschauend plant“.

Die NoVA für kleine Lkw fällt

Die Normverbrauchsabgabe (NoVA) für Lkw unter 3,5 Tonnen, die unter der Regierung aus ÖVP und Grünen eingeführt wurde und den Kauf von Kleinbussen und Pick-ups deutlich verteuert hatte, fällt nun wieder mit 1. Juli 2025. Auch in einem anderen Punkt kommt die neue Regierung einer Forderung der Transportwirtschaft entgegen: Es soll eine „praktikable“ Regelung für „Heimfahrer“ mit Klein-Lkw geben, hier geht es um die erlaubten Lenkerzeiten.

Das Dieselprivileg – die geringere Besteuerung auf Diesel als auf Benzin – kommt im Regierungspapier nicht vor, dürfte als unangetastet bleiben, ebenso der steuerlich begünstigte Agrardiesel.