US-Präsident Donald Trump hat Strafzölle auf Auto-Importe für Anfang April in Aussicht gestellt. Auf die Frage, wann er sich eine Bekanntgabe der Maßnahme vorstellen könnte, sagte Trump am Freitag: „Vielleicht rund um den 2. April“. Weitere Angaben machte er zunächst nicht. Trump hatte am Donnerstag ein Dokument zur Vorbereitung sogenannter reziproker Zölle unterzeichnet. Er hält die USA im Handel mit anderen Ländern für benachteiligt.

Nach einer umfassenden Untersuchung der einzelnen Handelsbeziehungen mit anderen Ländern sollen daher die Zollsätze angeglichen werden: Die USA sollen dann für bestimmte Produkte dieselben Zölle erheben, wie sie der jeweilige Handelspartner bei Einfuhr dieser Produkte aus den USA verlangt.

Trump: „EU ist in ihrer Handelspolitik absolut brutal“

Trump zielt mit seiner Zollpolitik besonders auch auf die EU. So sagte der US-Präsident, die EU sei in ihrer Handelspolitik „absolut brutal“. Die EU erhebt bei der Einfuhr von Autos aus den USA zehn Prozent Zoll, die USA verlangen bisher 2,5 Prozent. Allerdings sind die US-Zölle auf andere Produkte, etwa auf leichte Nutzfahrzeuge, deutlich höher. Auch sind mehr US-Produkte beim Import in die EU gänzlich zollbefreit als EU-Produkte bei Einfuhr in die USA.

Deutlicher Kfz-Handelsüberschuss gegenüber den USA

Die Europäische Union hat im Jahr 2023 mehr Kraftfahrzeuge in die USA exportiert als umgekehrt. Laut Daten von Eurostat belief sich der Wert der Kfz-Ausfuhren in die Vereinigten Staaten auf gut 41 Milliarden Euro, importiert wurden aus den USA allerdings nur Fahrzeuge im Wert von etwas mehr als 9 Milliarden Euro. Eine Erhöhung der US-Einfuhrzölle auf Kfz-Produkte würde die europäische Automobilindustrie also verhältnismäßig hart treffen.

Nach der Ankündigung von Zöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte ließ Präsident Donald Trump am Donnerstag mit weiteren Anordnungen, darunter sogenannte „Gegenzölle“ aufhorchen. Schon bald sollen nun also auch Zölle auf Fahrzeuge folgen.