Im Herbst 2024 zeigte Martin Reiner, Geschäftsführer von Flex Althofen, noch große Zuversicht. Die aktuelle Konjunkturflaute sei zwar spürbar, aber vor allem im Bereich Medizintechnik sei das Auftragsvolumen für denAuftragsfertiger, der rund 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, stabil. Spürbar sei lediglich, dass der Automobilbereich unter Druck stehe. Doch neue Projekte seien in der Vorbereitungsphase für die Serienproduktion, hieß es.
Nun gibt es jedoch schlechte Nachrichten vom Standort, der erst im Oktober eine 3300 Quadratmeter große Produktionshalle in Betrieb genommen hat, die um 1,5 Millionen Euro umfassend saniert wurde. In einer Presseaussendung heißt es: „Nach einem Umsatzanstieg während der Coronazeit erlebt Flex in Althofen nun einen Rückgang der prognostizierten Produktionsvolumina. Aufgrund der allgemein nach wie vor schwachen Konjunktur und Bedarfsrückgängen einzelner Kunden, sieht sich das Unternehmen gezwungen, strukturelle Anpassungen von etwa 100 Stellen vorzunehmen.“
In Abstimmung mit den Sozialpartnern
Das Wort Kündigungen ist nicht zu lesen, hingegen wird versichert man wolle die Stellenreduktion durch „vorzeitige Pensionierungen, die Bereitstellung von Bildungskarenz sowie Einsätze an anderen Standorten“ erzielen. Alle Anpassungen würden in enger Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern und den Betriebsräten erfolgen, um die Auswirkungen auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten. Auch an der Ausbildung der Lehrlinge werde man festhalten.