Es wird ein grandioses und frühes Finale im noch jungen Jahr 2025, der E-Mobilitäts-Fördertopf wird bald leer sein: Dann liegt es an der österreichischen Bundesregierung, wie man mit dem Thema E-Auto umgeht – fällt die 3000-Euro-Bundesförderung vom 5000er-Paket für private E-Auto-Käufer (2000 Euro kommen vom Importeur/Hersteller), dann wird der positive Trend der ersten Wochen in Sachen E-Auto-Verkauf wohl wieder verebben. Die Verhandlungen laufen noch, fix ist nur eines: Noch nie war die Auswahl kleiner und mittlerer E-Autos so groß wie 2025 – ein Überblick samt der neuen E-Autos.
Das Auto des Jahres. Renault 5/Alpine A290 (3,92 m lang), fahrerisch eine Klasse für sich, selbst Cheftester Walter Röhrl war bei unserem Test begeistert. Perfektes Retro-Design in die Moderne transferiert, ein Eyecatcher. Sicher beim Elchtest, gute Lenkung. Zwei Batterien (40 und 52 kWh), bis zu 400 km Reichweite, perfektes Google-Multimediasystem. Preise? Die ersten Modelle mit gehobenen Ausstattungslevels bewegen sich mit Förderung knapp unter der 30.000-Euro-Grenze. Mit der kleinen Batterie landet man mit Förderung bei rund 21.000 Euro. Aber: Batterie reagiert sensibel auf kalte Temperaturen.
Der Spartaner. Citroën ë-C3, mit dem Kampfpreis von 24.900 unterwegs – und damit samt Förderung unter 20.000 zu haben. In der Version gibt es keinen mittigen Bildschirm, sondern eine Handyhalterung, der elektrische C3 (4015 mm lang) ist so etwas wie der Spartaner in der Parade der neuen E-Autos. Platzangebot: gut, auch im Fonds, für die Größe ein erstaunlicher Preis.. Die Wichtigsten Infos: Sicheres, allgemeines Verhalten. Ein bisserl poltert er, ab 90 vernehmen wir leichte Windgeräusche. Reichweite bis zu 320 Kilometer nach WLTP und Schnellladen mit bis zu 100 kW.
Der kleine Große namens Hyundai Inster: Rein elektrisch, zwei Motor-, zwei Akkuvarianten, Reichweiten zwischen 300 und 350 Kilometern. Fahrerisch (Elchtest) eine positive Überraschung. In der Kürze liegt die Würze: 2,58 Meter Radstand bei einer Länge von 3,83 m, fein in der Abstimmung, samt dem erwarteten Untersteuern in Extremsituationen. Die hintere Sitzbank ist längs verschiebbar, so findet man ein bissl mehr Platz. Preis? Man kann sich bei rund 27.390 Euro (offizieller Startpreis ohne Förderung, es gibt aber auch Angebote, damit man mit Förderung knapp unter 20.000 Euro kommt) orientieren. Bei den Assistenzsystemen ein ganz Großer.
Das Model. Fiat ist zurück mit dem Grande Panda. Der Name ist ein bissl irreführend, man hat sich dem Retro-Kult verweigert, nur kleine Anleihen genommen. Man steht auf der gleichen Basis wie der elektrische C3, ist nur ein Haucherl kürzer (3,99 m lang), hat aber ein ganz anderes Auto erschaffen, das viel emotionaler als der Citroën ë-C3 stromert. 83 kW-E-Motor, 44-kW-Batterie, 320 km LTP-Reichweite und eine Menge an lustigen und kreativen Ideen machen den Fiat zum Role-Model einer neuen Generation. Praktisch und pfiffig: Das Bambus-Handschuhfach (man hat den Kopfairbag extra in den Dachhimmel eingebaut), vor dem man ein Handy oder ein Tablet in eine spezielle Halterung geben kann – ersetzt einen Beifahrer-Bildschirm perfekt. Auch das herausziehbare E-Kabel ist eine Idee, die andere auch schon haben könnten. Keine Irritationen gibt es über den Preis: 26.900, mit Förderung 21.500 – aber dafür hat man im Gegensatz zum Citroën ë-C3 mehr Ausstattung, wie einen Bildschirm in der Mitte.
Weitere Elektro-Preisbrecher
Es gibt noch eine Reihe weiterer E-Autos, die nach Abzug der 5000-Euro-Förderung unter die 30.000-Euro-Grenze rutschen: Mini Aceman (33.108 Euro), Mini Cooper (30.204), Peugeot e208 (33.190), Hyundai Kona (31.390), Corsa Elektro (30.999), Peugeot e-2008 (34.810), VW ID3 (34.390, mit Incentives/Förderung kommt man auf knapp unter 22.000 Euro), MG4 (33.990), Citroen ec4 (34.965), Fiat 500 Elektro (29.400). Bei Ford ist der elektrische Ford Puma (Listenpreis 36.890) einer jener Kandidaten, der durch Incentives und Förderung auf 26.690 Euro und damit klar unter die 30.000-Euro-Grenze kommt.
Ende 2025, Anfang 2026: Renault wiederbelebt den Twingo in einer Neuauflage als E-Auto in der 20.000-Euro-Liga. Der Volkswagenkonzern schickt sein kleines E-Auto-Triumvirat von Skoda, Cupra, VW mit dem Startpreis von 20.000 Euro ins Rennen. Auch BYD bringt 2025 Modelle, mit denen man abzüglich Förderung unter 30.000 Euro bzw. an die 20.000-Euro-Grenze stößt. Knapp an der Grenze: Kia EV3 (36.890 Euro, mit Incentives 32.690, mit Förderung unter 30.000 Euro).