Europas wichtigste Börsen haben am Mittwoch im Nachmittagsverlauf nachgegeben. Die wichtigsten Indizes fielen nach anfänglichen Gewinnen ins Minus zurück. Der Euro-Stoxx-50 hielt gegen 15.15 Uhr mit einem Abschlag von 0,60 Prozent bei 4.981,64 Punkten. Der deutsche DAX fiel um 0,19 Prozent auf 20.298,80 Zähler. Der britische FTSE verlor 0,49 Prozent auf 8.204,72 Punkte.

Belastet wurden die Märkte von einer Meldung des US-Fernsehsenders „CNN“, der zufolge der designierte US-Präsident Donald Trump den nationalen wirtschaftlichen Notstand ausrufen könnte, um die von ihm angekündigten Importzölle durchsetzen zu können. Unter Druck kamen in Folge etwa europaweit Automobilwerte. So fanden sich Aktien der Autokonzerne Stellantis und BMW mit Verlusten von jeweils gut 2 Prozent unter den größten Verlierern im Euro-Stoxx-50.

Weitere Kursausschläge

Auch bei anderen Branchen sorgte die bald startende Amtszeit von Donald Trump für größere Kursausschläge. Aktien von Nordex sackten etwa um 7,5 Prozent ab. Dies dürfte damit zu tun haben, dass der künftige US-Präsident Trump Windkraftinvestitionen ausbremsen will. Rüstungstitel profitierten hingegen von der erneuten Forderung von Trump nach deutlich höheren Rüstungsausgaben der Nato-Partner. Rheinmetall verteuerten sich an der DAX-Spitze um 4,7 Prozent.

Stark gesucht waren nach Meldung guter Ergebniszahlen die Aktien des Softwareanbieters Teamviewer und legten gut 10 Prozent zu. Teamviewer übertraf 2024 sein eigenes Umsatzziel sowie die mittlere Markterwartung. Als Hauptgrund für den höheren Umsatz nannte das Unternehmen überraschend hohe Billings, also in Rechnung gestellte Umsätze. Dazu hätten signifikante Vertragsabschlüsse in den letzten Wochen des vierten Quartals besonders beigetragen.