„Die Benko-Bombe schlägt in Südtirol ein“, so titelte die Bozener Tageszeitung „Dolomiten“ am Mittwoch. Am Vortag war bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt Trento gegen den Geschäftsmann René Benko und weitere 76 Verdächtige ermittelt. Es geht um millionenschwere Immobiliendeals in Südtirol und im Trentino. Ein Konsortium von Geschäftsmännern um Benko soll sich Lokalpolitiker und Beamte gefügig gemacht haben. Es gilt die Unschuldsvermutung. Hauptvorwurf ist die Bildung einer kriminellen Vereinigung, erschwert von „mafiösen Methoden“, wie die Ermittler schreiben. Hat der Österreicher Benko die Mafia nach Südtirol gebracht?
Ermittlungen seit 2019
96 Seiten Anklage: Was hinter Italiens Mafia-Vorwurf gegen Benko steckt
Italiens Ermittler werfen Geschäftsleuten skrupellose Methoden vor. Benko soll der Kopf im Hintergrund gewesen sein.
© APA / Georg Hochmuth