Die Wetterturbulenzen haben die Uniqa-Gruppe wie viele andere österreichische Versicherungsunternehmen im Vorjahr gehörig auf Trab gehalten. „Es war das drittstärkste Unwetter-Jahr der vergangenen 20 Jahre“, sagt Uniqa-Vorstandsmitglied Peter Humer. 153 Millionen Euro haben die Schäden durch Hagel, Sturm und Hochwasser die Versicherungsgruppe österreichweit gekostet. „Davon entfiel ein Drittel allein auf Kärnten“, sagt Humer. Diese rund 50 Millionen Euro sind die mit Abstand höchste Unwetterschadenssumme, die die Uniqa Kärnten & Osttirol bisher jemals verzeichnet hat. „Es war ein herausforderndes Jahr, das auch zu Prämienanpassungen führen könnte“, sagt Hannes Kuschnig, Uniqa-Landesdirektor in Kärnten & Osttirol. Inflationsanpassungen hat es bereits gegeben. Aktuell werde analysiert, in welchem Ausmaß weitere Erhöhungen erforderlich sein werden, kündigt Humer an. Denn diese Unwetter-Jahre seien keine Ausnahmen mehr, sondern häufen sich. Daher erneuert der Uniqa-Vorstand die von der gesamten Branche vertretene Forderung nach einer Einführung einer Katastrophenversicherung, wie es sie in der Schweiz, in Belgien und Frankreich bereits gibt.
Hagel, Sturm und Hochwasser
Uniqa: Unwetter verursachten in Kärnten 50 Millionen Euro Schaden
Die Uniqa-Gruppe verzeichnete 2023 österreichweit Prämienzuwächse. Herausfordernd waren jedoch die massiven Unwetterschäden. Ein Drittel der Schäden entfiel auf das südlichste Bundesland.
© Helge Bauer