Wenn die Störche ihre Horste verlassen und sich Richtung Süden aufmachen, ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Winter nicht mehr weit ist. Doch die Natur ist unberechenbar. So ließ sich im Oktober dieses Jahres ein Storch auf einer Wiese in Attendorf (Bezirk Graz-Umgebung) nieder und machte keine Anstalten weiter in den Süden zu fliegen. „Das ist an sich nichts Ungewöhnliches“, so Storchenexperte Josef Haberl, der von mehrere sogenannten Winterstörchen in der Steiermark weiß.
„Diese Tiere spüren instinktiv, dass sie zu schwach wären, um den weiten Flug in den Süden anzutreten.“ Sie werden dann von Tierfreunden „durch den Winter gefüttert“. Auch der Attendorfer Storch fand eine solche Pflegefamilie. Das Ehepaar aus Lieboch war aber auch an der Herkunft des Tieres interessiert.
In Attendorf gestrandet
Die abenteuerliche Reise eines Jungstorchs
2019 begab sich ein männlicher Jungstorch Richtung Süden. Dank Beringung und
Sender können seine Irrwege vom deutschen Barwedel bis nach Attendorf nachverfolgt werden.
© Anni Aldrian