PibereggVon den Verklausungen geht weiter hohe Gefahr aus

Seit Donnerstagfrüh wird mit Hochdruck an der Beseitigung der Schäden im Freisinggraben im Bärnbacher Ortsteil Piberegg gearbeitet. Die Angst vor weiterem Regen, der die Situation verschärfen würde, ist allgegenwärtig.

Mit Baggern und Forstmaschinen wird das Holz aufgearbeitet © Karl Mayer
 

In Piberegg surrt die Luft, im Freisinggraben laufen die Motorsägen heiß. Mit Hochdruck arbeitet seit gestern Früh die Firma Blümel aus Graden mit schwerem Gerät, um im Katastrophengebiet aufzuräumen. Dienstagabend war, wie berichtet, ein Sturm durch den Bezirk gefegt – seither stapeln sich im Freisinggraben entwurzelte Bäume, die das Bachbett blockieren. LH-Stellvertreter Michael Schickhofer hat den Katastrophenstatus über Piberegg verhängt. „Der bleibt aufrecht, bis die Gefahr für Leib und Leben gebannt ist“, heißt es aus dem Büro Schickhofers.

Gefährliche Aufräumarbeiten

Denn von den Bäumen im Bachbett geht eine immense Gefahr aus: Bei starkem Regen drohen Verklausungen – die Folge wäre eine gewaltige Überschwemmung, die sich durch die Siedlung entlang des Baches und der Straße wälzen würde. Die Bewohner wären höchst gefährdet. Das Aufarbeiten der Bäume gestaltet sich aber als schwierig und gefährlich: Die Stämme sind ineinander verkeilt, die mächtigen Wurzkörper müssen losgelöst werden. Die Arbeiter müssen den gesamten gegenüberliegenden, sehr steilen Hang frei machen, denn die Gefahr, dass weitere Bäume in den Graben donnern, wäre zu groß.

Freisinggraben: Die Aufräumarbeiten sind voll im Gange

Unwetter: Aufräumarbeiten in Piberegg

Klicken Sie sich durch die Fotos der Aufräumarbeiten!

Karl Mayer

Unwetter: Aufräumarbeiten in Piberegg

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Unwetter: Aufräumarbeiten in Piberegg

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Unwetter: Aufräumarbeiten in Piberegg

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Unwetter: Aufräumarbeiten in Piberegg

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Unwetter: Aufräumarbeiten in Piberegg

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Unwetter: Aufräumarbeiten in Piberegg

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Unwetter: Aufräumarbeiten in Piberegg

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Unwetter: Aufräumarbeiten in Piberegg

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Unwetter: Aufräumarbeiten in Piberegg

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Unwetter: Aufräumarbeiten in Piberegg

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Unwetter: Aufräumarbeiten in Piberegg

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Unwetter: Aufräumarbeiten in Piberegg

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Unwetter: Aufräumarbeiten in Piberegg

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Unwetter: Aufräumarbeiten in Piberegg

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Unwetter: Aufräumarbeiten in Piberegg

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Unwetter: Aufräumarbeiten in Piberegg

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Unwetter: Aufräumarbeiten in Piberegg

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Auf der Schattenseite in Piberegg steht Anrainerin Inge Schutti vor mehreren mächtigen Bäumen, die die Verbindung zur Sonnenseite nach Piber versperren. „Hier sollte eigentlich der Schulbus fahren“, schildert sie und deutet auf die Straße, „jetzt müssen wir die große Runde über den Knobelberg nach Piber nehmen.“ Allerdings, sagt sie, ist kein Hof mehr abgeschnitten, die Nachbarn hätten einander geholfen, um Zufahrten von quer liegenden Bäumen zu befreien.

Die Verbindung von Piberegg nach Piber sollte in den kommenden Tagen geräumt werden. Die Arbeiten, die im Freisinggraben entlang der Straße durchgeführt werden, dauern der Firma Blümel zufolge noch drei bis vier Tage. Verkehrsbehinderungen sind in dieser Zeit möglich. Auf der L 341 zwischen Afling und Kainach ebenso, weil dort entwurzelte Bäume teilweise auf der Straße gefällt werden müssen. „Einige Firmen arbeiten das Wochenende durch“, erklärt Bezirkshauptmann Hannes Peißl.

Infoabend für Land- und Forstwirte

Die Lage im Bezirk habe sich seit gestern entspannt, erklärten Peißl und der Bereichsfeuerwehrkommandant Christian Leitgeb. Der Schaden, den der Sturm angerichtet hat, wird also sichtbar: Peißl zufolge schätzt man, dass bezirksweit rund 30.000 Festmeter Schadholz zu beklagen sind. Die Bezirkskammer Voitsberg lädt alle von Unwetterschäden betroffenen Land- und Forstwirte aus Kainach und Bärnbach am kommenden Dienstag, dem 19. Juni, um 19.30 Uhr zu einem Informationsabend ins Gasthaus „Zum Piberegg“ ein. „Es geht darum, rasch eine gemeinsame Vorgangsweise abzustimmen“, sagt Bezirkskammerobmann Werner Preßler. Zu groß ist die Angst, dass wie nach Sturmtief Paula die Holzpreise in den Keller rasseln könnten.

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