Tragischer Todesfall in StallhofenTrauer und Schock: Putzfrau erfror in Fabrikstor eingeklemmt

Die 66-Jährige wurde in einem motorbetriebenen Zufahrtstor einer Firma in Stallhofen eingeklemmt - sie wurde erst nach Stunden entdeckt.

Trauerkerzen vor dem Unglücksort © Rendl
 

Trauerkerzen und eine schwarze Fahne vor dem Hauptgebäude zeugen Dienstagmittag in Stallhofen vom tragischen Unfall in der Nacht, der tödlich ausgegangen ist. Eine 66-jährige Putzfrau ist in einem motorbetriebenen Zufahrtstor auf einem Firmengelände in der Weststeiermark eingeklemmt worden und dürfte erfroren sein. Die Reinigungskraft aus dem Bezirk Voitsberg wollte am Abend das Firmenareal ihres Arbeitgebers verlassen und blieb mit einer Hand zwischen den Gitterstäben stecken. Stunden später wurde sie leblos im Tor eingeklemmt gefunden.

Wie die Landespolizeidirektion mitteilte, hatte die 66-Jährige ihren Arbeitsplatz in Stallhofen gegen 18.30 Uhr verlassen wollen. Da sich das Tor nicht öffnete, wollte sie es mit einem Zentralschlüssel von der Außenseite öffnen. Daher steckte sie ihre linke Hand durch die Gitterstäbe nach draußen zum Schlüsselloch. Als sich dann das Tor in Bewegung setzte, konnte sie ihre Hand offenbar nicht durch die Gitterstäbe durchziehen, blieb stecken und erlitt eine Ellbogenfraktur.

Frau erfror: Der Unglücksort

Als die Frau Stunden später immer noch nicht zu Hause war, machten sich ihre Angehörigen auf die Suche nach ihr. Die Putzfrau wurde gegen 1.30 Uhr am Tor entdeckt. Die Feuerwehr Stallhofen befreite die 66-Jährige mittels Bergeschere aus dem Tor, doch der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. 15 Mann waren für den Einsatz ausgerückt und wurden anschließend vom Kriseninterventionsteam betreut.

Der Betrieb in Stallhofen blieb am Dienstag geschlossen. Vor dem Hauptgebäude des Firmengebäudes wurde eine schwarze Flagge gehisst.

Infos vom Polizeisprecher: Frau wird von Tor eingeklemmt und erfriert

"Mit Nachbetreuung hat der Einsatz bis halb sechs in der Früh gedauert", sagt Einsatzleiter und Feuerwehrkommandant Rupert Preglau. "Es geht uns allen den Umständen entsprechend gut, so etwas erlebt man Gott sei Dank nicht jeden Tag."

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