AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

KöflachSo verläuft die Kontrolle in einer Asylunterkunft

Nach den jüngsten Vorfällen wurde das Haus „Pastora“ routinemäßig kontrolliert. Mit dem Ergebnis, dass es keine Vorhänge zum Verdunkeln gibt als einziger Missstand. Die Kleine Zeitung durfte dabei sein.

Nach den jüngsten Vorfällen haben die Geschäftsführer den aggressiven Jugendlichen aus dem Haus „Pastora“ wegweisen lassen © Rainer Brinskelle
 

Seit mehr als einem Jahr kümmern sich Wolfgang Bauschmid und Thomas Gigerl als Geschäftsführer in ihrem Haus „Pastora“ um unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge in Köflach. Viele der Burschen sind nach der Flucht traumatisiert. Mitunter könnte das zu den teils handgreiflichen Auseinandersetzungen geführt haben, bei denen die Polizei einschreiten musste.

Am Mittwoch folgte eine unangekündigte, routinemäßige Kontrolle, die – wie es aus dem Büro von Landesrätin Doris Kampus heißt – unabhängig von den Ereignissen ohnehin für diesen Tag angesetzt war. „Die Kontrollen werden einen Monat vorher geplant“, sagt Rudolf Kahr, Leiter des Sozialarbeit-Referats der BH Voitsberg. Neben dem Haus „Pastora“ wurden an diesem Tag gleich elf weitere Quartiere im Bezirk unter die Lupe genommen. Dies läuft jedes Mal nach dem gleichen Schema ab. „Erst kontrollieren wir die Ausweise der Bewohner und dann, ob die Unterkünfte den gesetzlichen Mindeststandards entsprechen“, so Polizist Markus Schriebl.

"Haben nichts zu verstecken"

Im Haus „Pastora“ ging es dabei gelassen zu. Es herrscht keine Hektik. Dazu gebe es schließlich keinen Grund: „Wir haben nichts zu verstecken. Die Kontrolleure kriegen von uns alles, was sie wollen“, sagt Geschäftsführer Thomas Gigerl, der seit Bestehen des Hauses mit jener am Mittwoch die neunte Kontrolle zählte.

„Aus unserer Sicht gibt es hier kein Problem“, lautet das Fazit von Susanne Heidenbauer vom Landesflüchtlingsbüro, die etwaige Missstände – an diesem Tag lediglich Schimmel an Wänden oder das Fehlen von verdunkelnden Vorhängen – fotografisch dokumentiert. „Die Quartiergeber sind sehr bemüht“, stellt sie fest.

In einem anderen Quartier in Köflach sah das anders aus: „Wir haben eine Person festgenommen, für die das Gericht einen Festnahmeantrag ausgesprochen hat“, so Schriebl. Mehr könne der Bezirksinspektor aus ermittlungstechnischen Gründen nicht dazu sagen.