AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

LKH Voitsberg

Das sind die Konsequenzen des Spitalsverbundes

Mit 1. Jänner 2017 startet der Spitalsverbund zwischen den Landeskrankenhäusern Deutschlandsberg und Voitsberg. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten dazu gesammelt.

Der Spitalsverbund bringt einige Änderungen für das LKH Voitsberg mit sich
Der Spitalsverbund bringt einige Änderungen für das LKH Voitsberg mit sich © Rainer Brinskelle
 

1.) Welche Auswirkungen hat der der Spitalsverbund zwischen den Krankenhäusern Voitsberg und Deutschlandsberg auf die beiden Einrichtungen?

ANTWORT: Beide Spitäler sollen mit Spezialisierungen fit für die Zukunft gemacht werden. Mit Start des Spitalsverbundes am 1. Jänner 2017 wird in Deutschlandsberg die stationäre chirurgische Abteilung gebündelt. In Voitsberg bleibt die Abteilung „Innere Medizin“ in aktueller Form bestehen, der Bereich „Akutgeriatrie und Remobilisation“ wird ausgebaut. In Zukunft wird es in Voitsberg eine chirurgische Ambulanz geben, die täglich von 7 bis 19 Uhr besetzt ist.

Für die Notfallversorgung werden ein Notarzt und ein weiterer Arzt rund um die Uhr vorhanden sein. „Das haben wir Bürgermeister als unverzichtbar gefordert. Damit ist die Notversorgung – chirurgisch wie medizinisch – rund um die Uhr gewährleistet“, sagt Voitsbergs Bürgermeister Ernst Meixner.

2.) Warum kommt nicht ein Verbund LKH Voitsberg und LKH Graz-West?

ANTWORT: Das LKH Graz West und die Landesnervenklinik Sigmund Freud bilden bereits den Spitalsverbund LKH Graz Süd-West. „Voitsberg und Deutschlandsberg sind zwei relativ kleine Standorte, die nur gemeinsam erhalten werden können“, ist sich Landesrat Christopher Drexler sicher. Die beiden Spitäler wären langfristig auf sich alleine gestellt nicht überlebensfähig gewesen, so der Politiker.

3.) Hätte die Kernraumfusion die Schließung verhindert?

ANTWORT: „Nein“, sagt Kages-Vorstand Karlheinz Tscheliessnigg. Denn nicht die Zahl der Bürger, sondern die Zahl der anfallenden Notfälle sei Grundlage der Entscheidungen. Und die Fallzahlen seien in der Chirurgie Voitsberg in den vergangenen Jahren zu gering gewesen.

4.) Welche Auswirkungen hat der Spitalsverbund zwischen Voitsberg und Deutschlandsberg auf die Zahl der Betten und Bediensteten in den beiden Häusern?

ANTWORT: An beiden Standorten arbeiten rund 600 Beschäftigte. Laut Kages fallen durch den Spitalsverbund sechs Dienstposten weg, das werde durch Pensionierungen abgefedert. Gekündigt werde niemand.

In Deutschlandsberg bleibt die Zahl der Betten unverändert. In Voitsberg fallen 33 Betten in der Chirurgie weg. „Akutgeriatrie und Remobilisation“ werden um 24 Betten, davon zwölf als Tagesklinik, ausgebaut. Zudem wird die Intensivstation um fünf Beobachtungsbetten erweitert. Somit sinkt die Gesamtzahl um vier Betten.

5.) Warum wurden die Mitarbeiter im Vorfeld nicht informiert?

ANTWORT: „Natürlich wollen und müssen wir die Mitarbeiter gut informieren“, sagte Drexler bei der Bürgerversammlung. Seit der Schließung der Geburtenstation habe man sich bemüht, das Klima zwischen Betriebsrat und Kages zu verbessern. „Ich kann mit der Belegschaft erst sprechen, wenn es Ergebnisse gibt. Sonst wären es ja wieder Gerüchte und wir würden nur verunsichern“, meinte der Landesrat.

6.) Wie beurteilt das Rote Kreuz das Notarztsystem
und die 24-Stunden-Notfallversorgung, wie sie zukünftig angeboten wird?

ANTWORT: „Ich muss eine Lanze für das Notarztsystem brechen, das vorzüglich ist“, meldete sich Aldo Striccher, der Bezirksgeschäftsführer vom Roten Kreuz, bei der Bürgerversammlung zu Wort. „Man hat natürlich das subjektive Gefühl, dass Sicherheit weggenommen wird“, äußerte Striccher Verständnis für die Sorgen der Bürger. Im Jahresschnitt würde der Notarzt im Bezirk Voitsberg pro Tag aber nur 2,8 bis 3,2 Mal ausfahren, pro Nacht werde man im Schnitt zu weniger als einem Einsatz gerufen. Und nur bei einem Teil davon sei der Notarzteinsatz im Nachhinein überhaupt zu rechtfertigen. Für den Patienten werde sich mit dem neuen System nichts verschlechtern. „Nur für uns vom Rettungswesen wird sich einiges ändern“, ist sich der Leiter des Roten Kreuzes sicher.

7.) Warum wird der Bereich „Akutgeriatrie und Remobilisation“ ausgebaut?

ANTWORT: „Der demografische Wandel bringt es mit sich, dass jeder zweite Patient, der operiert wird, über 60 ist“, sagte Peter Mrak, ärztlicher Direktor des LKH Voitsberg. Durch die Spezialisierung werde das LKH kein Altersheim, „in der Akutgeriatrie werden Pflegefälle vielmehr verhindert“. Auf einen Schwerstverletzten mit Polytrauma kommen laut Statistik 40 ältere Menschen mit Schenkelhalsbrüchen.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

gertrudekrammer58
0
7
Lesenswert?

luitschy



luitschy

Das ist traurig für die Bevölkerung vom Bezirk Voiteberg!!!!!!!Für solche Politiker ist es Schade wenn überhaupt ein Stimmzettel gedruckt wird!!!!!!! Die verkaufen ihr Grosseltern auch!!!! warum wurde nicht die ganze Bevölkerung des Bezirkes Voitsberg von ihren Bürgermeistern zu einen Protest Aufmarsch aufgefordert!!!!!!! Wenns sein muss sogar vor der Burg in Graz!!!!Wahrscheinlich wussten unsere Volksvertreter schon lange über das Bescheid!!!!!Traurig wie unser Bezirk von diesen Personen zerstört wird!!!!!!Für die älteren Personen ist das wirklich Traurig!!!!!!!Die nicht mehr so gut bei Fuss sind. Da musst dich wirklich Fragen ob man da nochmal die Wahllokale Betrittst!!!!!!!!Traurig ,Traurig!!!!!

Antworten