In den nächsten Tagen können Wintersportler in den meisten Skigebieten der Weststeiermark noch einmal Schwünge in den Schnee ziehen. Angesichts milder werdender Temperaturen rückt das Saisonende jedoch näher. Die Verantwortlichen bereiten sich auf die letzten Betriebstage vor und ziehen Bilanz.

Mehr heimische Gäste in Modriach

„Wir hatten schon lange keine so gute Saison mehr“, sagt Andreas Gruber von den Hoisliften. Das Skigebiet in Modriach-Winkel war in den Semesterferien gut besucht und auch die beiden Après-Ski-Partys mit Nachtskilauf kamen bei den Gästen gut an. Auffällig ist, dass der „Hoiswirt“ wieder mehr Tagestouristen aus Kärnten und dem Bezirk Voitsberg begrüßen konnte. „Der Grund ist der Preis. Wir haben mit der Skischule Klinger viel zu bieten und sind im Vergleich zu anderen Skigebieten relativ günstig. Das kann sich auch eine Familie leisten“, sagt Gruber.

Seit letztem Winter gibt es bei den Hoisliften einen neuen Kinderlift für die Schneeschule Klinger
Seit letztem Winter gibt es bei den Hoisliften einen neuen Kinderlift für die Schneeschule Klinger © KLZ / Jakob Kriegl

Jubiläumsjahr am Gaberl

Die Hoislifte werden wie das Skigebiet Gaberl am 15. März geschlossen – obwohl die Pisten vor zwei Wochen auch dort mit einer großen Menge Neuschnee bedacht wurden. „Die Saison hat am Heiligen Abend begonnen und war insgesamt sehr gut. Lediglich die Semesterferien waren enttäuschend, da hat uns der Fasching nicht in die Karten gespielt“, sagt Betreiber Thomas Gauss. Anlässlich des 115-jährigen Bestehens des Skigebiets hat er in diesem Jahr den ersten Nostalgieskitag am Gaberl initiiert. „Wir werden diesen Tag und das Fassdaubenrennen auf jeden Fall wieder veranstalten“, so Gauss.

Blauer Himmel, weiße Pisten: Die Bedingungen am Gaberl könnten nicht besser sein
Blauer Himmel, weiße Pisten: Die Bedingungen am Gaberl könnten nicht besser sein © Skigebiet Gaberl

Gratis Eintritt für Kinder am Salzstiegl

Am Salzstiegl hat sich Familie Hammerl zum Saisonende etwas Besonderes überlegt. „Am 15. März können bei uns alle Kinder unter zehn Jahren kostenlos skifahren“, sagt Robert Hammerl. Für ihn ist das Skigebiet eine Ausbildungsstätte für den Nachwuchs. „Nici Schmidhofer hat mir erzählt, dass sie am Salzstiegl ihr erstes Rennen gewonnen hat. Ich hoffe, dass viele Kinder bei uns ihr Talent entdecken.“ Er blickt zufrieden auf die beste Saison der letzten drei Jahre zurück. Auch die neue Eisstockbahn vor dem Moasterhaus wurde bereits gut angenommen.

Die neue Eisstockbahn am Salzstiegl
Die neue Eisstockbahn am Salzstiegl © Salzstiegl Tourismus GmbH / Nicole Seiser

Viel Naturschnee in St. Hemma

Die Skiliftgemeinschaft St. Hemma hat den Liftbetrieb mit 1. März eingestellt. „Wir konnten das Skigebiet nach zwei Jahren erstmals wieder öffnen und den Betrieb in den Ferien voll durchziehen“, sagt Rudi Sabetz. Nachdem die Temperaturen in den letzten Jahren nicht mitgespielt hatten, war er mit der Schneelage in diesem Winter zufrieden.

Hebalm verlost Saison- und Tageskarten

Ähnlich verhält es sich mit dem Skigebiet auf der Hebalm, wo Konrad Klug, Geschäftsführer der Klug-Lifte, die Saison als „eine der drei besten der vergangenen 58 Jahre“ sieht. Dank der großen Neuschneemengen kamen die Schneekanonen nur etwa halb so oft zum Einsatz wie im Jahr davor. An den Wochenenden hat das Skigebiet noch bis zum 15. März geöffnet. Zu Saisonende nehmen alle Skifahrer automatisch an der Verlosung von drei Saisonkarten und zehn Tageskarten teil.

Dank Neuschnee musste weniger beschneit werden
Dank Neuschnee musste weniger beschneit werden © Thomas Wieser

Skifahren bis Ende März auf der Weinebene

Mit dem Geschäft zufrieden zeigt sich auch Johann Sturm vom Skigebiet Weinebene: „Wir haben eine sehr gute Saison gehabt, besser als in den Vorjahren“, sagt er. Zum Start im November habe es kaum Naturschnee gegeben und die Pisten mussten umfassend beschneit werden. Später kamen jedoch ergiebige Schneefälle dazu. Skifahren kann man auf der Weinebene noch bis zum 29. März – falls die Temperaturen halten.

Auf der Weinebene lief die Saison sehr gut
Auf der Weinebene lief die Saison sehr gut © KLZ / Bettina Friedl

Koralpe hofft auf gutes Wetter

Davon hängt auch der Betrieb auf der Koralpe in Wolfsberg (Kärnten) ab. Normalerweise habe man bis zum 22. März geöffnet, es könnte wetterbedingt aber eventuell schon früher Schluss sein, teilt man dort mit.