Man sieht es an den roten Flecken um die Augen und Nüstern: Die Pigmentstörung von Favory Mascula, einem vierjährigen Wallach im Bundesgestüt Piber, ist augenscheinlich. Der Lipizzaner hat ein ruhiges Wesen und einen wie bei dieser Pferderasse üblich robusten Körperbau. Trotzdem wurde er zum Wallach operiert und wird zum Verkauf angeboten. „Der Grund ist, dass viele Schimmel eine rosa Unterhaut haben, und diese Pigmentstörung macht sie anfälliger für Hautkrebs“, erklärt Gestütsleiter Erwin Movia. Sämtliche Tiere, die diese mit freiem Auge sichtbare Pigmentstörung haben, werden automatisch aus dem Zuchtprogramm genommen. Doch sind die Lipizzaner tatsächlich in Gefahr, wie es kürzlich eine Wiener Studie zum Thema Hautkrebs durchklingen ließ?
Lipizzaner
Hautkrebsrisiko: So gefährdet sind die weißen Pferde
Reportage.
Seit Jahren erforscht: Schimmel sind besonders gefährdet für Melanome. Doch wirklich gefährlich werden die Hautkrebserkrankungen laut Bundesgestüt Piber nur selten.
© Robert Preis