Höfe abgeschnittenJetzt ist auch Gasen Katastrophengebiet

Fünf Höfe im oststeirischen Gasen sind auch am Donnerstag noch von der Umwelt abgeschnitten, teilweise haben sie noch keinen Strom. Das Land erklärte Gasen zum Katastrophengebiet.

Das war einmal eine Straße © KK
 

Es hatte so gut ausgesehen bis Mittwochmittag. Bauern, Feuerwehr und freiwillige Helfer in Gasen hatten sich zum Mittagessen getroffen, man war zuversichtlich, die Wege bis auf die Landesstraße nach Birkfeld wieder freizubekommen.

Dann, um etwa 14 Uhr, kam der Regen. "70 Liter pro Quadratmeter hat es heruntergehaut, das war einfach zu viel", sagt Bürgermeister Erwin Gruber. Der Boden konnte das Wasser auf den steilen Hängen nicht halten, im Ortsteil Sonnleitberg wurden zwei Straßen vermurt. Noch immer sind fünf Gehöfte mit insgesamt ca. 25 Bewohnern nur zu Fuß erreichbar. "Drei Milchbetriebe sind darunter, auch etliche Schulkinder wohnen da, die nicht wegkönnen", sagt Gruber. Auch die Stromversorgung funktioniert noch nicht überall, "aber die Energie Steiermark arbeitet auf Hochtouren".

Fotos aus Gasen: Aufräumarbeiten nach dem Unwetter

Vermurte Straßen, umgeknickte Bäume, unterbrochene Stromversorgung: Gasen ist Katastrophengebiet.

Jonas Pregartner

Die Freiwillige Feuerwehr Gasen war, unterstützt von Helfern aus der Bevölkerung, im Aufräumeinsatz. Jetzt sind die Pioniere des Bundesheeres an der Reihe.

BMLVS/Wolfgang Grebien
Jonas Pregartner
BMLVS/Wolfgang Grebien
Jonas Pregartner
Jonas Pregartner
Jonas Pregartner
Jonas Pregartner
Jonas Pregartner
Jonas Pregartner
Jonas Pregartner
Jonas Pregartner
Jonas Pregartner
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BMLVS/Wolfgang Grebien
FF Gasen
FF Gasen
FF Gasen
Jonas Pregartner
FF Gasen
FF Gasen
FF Gasen
FF Gasen
FF Gasen
FF Gasen
FF Gasen
FF Gasen
FF Gasen
FF Gasen
FF Gasen
FF Gasen
FF Gasen
FF Gasen
FF Gasen
FF Gasen/Karina Ebner
FF Gasen/Karina Ebner
FF Gasen/Karina Ebner
FF Gasen/Karina Ebner
FF Gasen/Karina Ebner
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Eine wichtige Verkehrsader, die L104 zwischen Gasen und Birkfeld, wird noch länger gesperrt sein. Schulbusse müssen einen Umweg über die Alm - zusätzlich zehn, zwölf Kilometer - nehmen.

Das Land Steiermark hat nun Gasen zum Katastrophengebiet erklärt. Das heißt, die Einsätze werden von Land und Bezirkshauptmannschaft koordiniert, Private mit Baggern werden engagiert, die Wege wieder freizumachen, und die Katastrophenschutzdienste der Feuerwehr werden informiert. Dazu kommt ein Assistenzeinsatz des Bundesheeres. Auch die Kosten übernimmt das Land.

Michael Schickhofer, Katastrophenschutzreferent des Landes, hatte die Ausrufung zum Katastrophengebiet veranlasst, weil Menschen von öffentlicher Versorgung abgeschnitten seien: "Wie sich jetzt herausstellt, haben die Stürme der letzten Tage in der Gasen Bäume wie Streichhölzer abknicken lassen. Die Sicherheit vor Ort muss jetzt so schnell wie möglich wiederhergestellt werden. Im Notfall müssen Rettungsfahrzeuge so schnell wie möglich wieder in die Gasen kommen. "

Mir geht's da persönlich nicht gut damit, da kommen die Emotionen, da kann man sich nicht helfen und wir fürchten uns schon, wenn wir den Wetterbericht hören.

Bürgermeister Erwin Gruber

Die Hilfe von außen ist ein Lichtblick für das krisengebeutelte Gasen. Zum dritten Mal in Folge sind massive Schäden durch Unwetter zu beklagen. Und die Katastrophe von 2005, als im August mehr als 60 Häuser in Gasen und Haslau gefährdet waren, von einer Mure weggerissen zu werden, als ein Mensch im Haus, das von einer Mure weggespült wurde, starb, sitzt den Menschen noch in den Knochen: "Mir geht's da persönlich nicht gut damit, da kommen die Emotionen, da kann man sich nicht helfen und wir fürchten uns schon, wenn wir den Wetterbericht hören", sagt Erwin Gruber. Aber auch da gibt es einen Lichtblick: Das Wetter soll sich beruhigen.

 

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